Montag, 29. Juli 2013

Rückblick: Fullmoon wo sagashite (Arina Tanemura)





Fullmoon gehört zu den ersten Mangas, die ich damals gelesen habe und hat aufgrund seiner berührenden Geschichte sowie den schönen Zeichnungen eine Sonderstellung bei mir sicher, daher muss ich euch diesen Manga auch mal vorstellen.

Allgemeine Informationen:

Mangaka: Tanemura Arina
Erscheingsjahr:
Anzahl an Bänden: 7
Genres: Comedy, Drama, Fantasy, Romance, Shoujo, Slice of Life

Inhaltszusammenfassung:
Die zwölfjährige Mitsuki Kōyama leidet unter einem Tumor, der ihren Hals befallen hat. Da sie durch die rettende Operation ihre Stimme verlieren würde, lehnt sie diesen Eingriff ab. Als Kind schwor sie ihrem Schwarm Eichi, den sie im Waisenhaus kennenlernte, eine berühmte Sängerin zuwerden, damit er sie nach seinem Umzug in die USA wiederfinden könnte. Kurz nach Eichis Umzug holt Mitsukis Großmutter sie zu sich, verbietet ihr allerdings Sängerin zu werden, da ihre Tochter - Mitsukis Mutter - mit dem Sänger der Band Route L durchbrannte. Die beiden starben kurz nach Mitsukis Geburt bei einem Autounfall.
Eines Tages verkünden ihr zwei Shinigami (im deutschen mit Todesengel übersetzt), dass sie in einem Jahr sterben wird. Mitsuki ist entschlossen, da ihr nur noch ein Jahr bleibt, alles zu geben, um in der ihr verbliebenen Zeit noch ihren Traum zu verwirklichen und nimmt an einem Gesangs-Wettbewerb von Seed Records teil. Takuto, einer der beiden Shinigami, verwandelt sie kurzzeitig in ein sechzehnjähriges, gesundes Mädchen, damit sie teilnehmen kann. Meroko, der weibliche Part des Duos, ist erst dagegen, wird aber von Mitsuki und Takuto übergangen. Mitsuki gewinnt das Casting und tritt nun unter dem Künstlernamen Fullmoon auf, der englischen Übersetzung ihres Vornamens. Damit beginnt für Mitsuki ein völlig neuer, turbulenter Lebensabschnitt...


Meine Meinung:

Story:

Die Geschichte an sich fand ich an sehr vielen Stellen sehr ergreifend und hat sich für mich eindeutig von anderen Shoujo-Mangas abgehoben. Nicht zuletzt wegen der ernsten Problematik des eigenen Tods, der Mitsuki bevorsteht oder des Konzepts der Todesengel, die aufgrund von Selbstmord wieder geboren und zu einem ewigen Leben verdammt werden um anderen Menschen die Seelen zu nehmen. Damit hatte die Geschichte für mich auch eine gewisse Tiefe, da die Schicksale/Lebensgeschichten der Hauptfiguren behandelt werden und auch eindringlich erzählt werden. Doch ganz so ernst, war es dann doch nicht, ab und zu gab es paar lustige Szenen, die sich dann wieder mit melancholischen abgewechselt hatten. Ich bin ja persönlich der Meinung, dass Arina Tanemura eine Meisterin im Erzählen von dramatischen Geschichten ist, die mich auch öfter mal zum weinen brachten. Liegt bei dem Manga auch sicherlich daran, weil dieser einer meiner ersten war und ich dementsprechend sehr jung und überaus empfänglich war. Es wurden ebenso verschiedene Themen weiterhin angesprochen, so auch der Verlust einer geliebten Person (in dem Fall die erste Liebe) oder dass man alles tun sollte, um seine Wünsche zu erfüllen. Ebenso gefiel mir der Einschub von fantastischen Elementen wie den Todesengeln. Wobei auf deren Arbeit nicht viel weiter eingegangen wurde. Das Ende war mal wirklich ein perfektes Happy-End, vielleicht auch typisch für Arina Tanemura, wenn auch zu fröhlich für meinen Geschmack. Da muss ich leider mal etwas Negatives sagen. Es gab da nämlich so einige Unstimmigkeiten, die mir aufgefallen sind. So z.B. dass Mitsuki sich doch eigentlich operieren liess (???), weil der lebensgefährliche Tumor eine dringende Operation forderte. Komischerweise heißt es an der einen Stelle, bei der gefragt wird, weswegen Mitsuki eigentlich nun singen kann; dass der Tumor nicht mehr gewachsen ist, weil sie die ganze Zeit Fullmoon war. Ja okay, schön, dass der nicht mehr gewachsen ist, aber er war doch dennoch lebensbedrohlich, oder? Eine weitere Ungereimtheit war die Sache mit Takuto, man hat gesehen, dass er sich langsam auflöste und paar Jahre später scheint er lebendig zu sein, weil er nur im Koma lag und plötzlich erwachte? Okay, dass würde ich noch hinnehmen, aber hatte er nicht nach der Operation seine Stimme verloren? Am Ende hatte er sie komischerweise wieder. Und die beiden mächtigsten Todesengel haben sich dann wohl schlussendlich für Mitsuki und Takuto geopfert, wenn ich mir das so recht zusammen reime. Vielleicht etwas übertrieben, einfach um das Happy-End zu vollenden. Trotzdem vielleicht etwas zu kunterbunt das Ende, wenn man bedenkt wie düster die Geschichte doch teilweise war. Für mich war es persönlich zwar schön mit anzusehen, aber ein etwas realistischeres Ende wäre mir schon lieber gewesen. (Als Kind war mir das ja schnuppe.)

Charaktere:

Die haben mir ebenso wie die Geschichte sehr gut gefallen. Ähnlich wie bei der Story, sind auch die Figuren etwas tiefgründig, bzw. haben ihre unterschiedlichen Facetten und man kann sich gut in sie hineinversetzen. So ist Mitsuki auf den ersten Blick nur ein 12-jähriges Mädchen, was mit starken Willen gegen ihr Schicksal kämpft nur um ihren großen Traum Sängerin zu werden, zu erfüllen. Beachtlich für eine 12-jährige wie ich finde. Auch wenn sie immer so fröhlich und optimistisch erschien, war sie in ihrem Inneren zerbrechlich und tieftraurig, hat dies immer geheim gehalten. Meroko ist immer sehr temperamentvoll und sturköpfig, in ihrem Innern ebenso einsam und traurig. Auch Izumi, der teilweise sehr sadistisch und distanziert erschien, hat ein weiches Herz und beschützt die, die er liebt. Takuto ist ähnlich wie Meroko sehr aufbrausend, aber tut alles für seine Freunde und seine Liebe.  Mir hat das wirklich gut gefallen, wie das Innenleben der Figuren dem Leser vermittelt wurde. Schließlich wird immer mal aus einer anderen Perspektive erzählt, was für Abwechslung sorgte.
Auch was Charakterentwicklung betrifft, findet man hier einiges so besonders bei Mitsuki. Am Anfang war sie sonst immer abgeschottet vom Rest der Welt, hatte nie wirklich Freunde und lernt durch die Todesengel sich anderen zu öffnen. Auch wenn sie anfangs große Angst hatte ihre Stimme zu verlieren, entscheidet sie sich schlussendlich doch für die Operation, weil sie einfach leben möchte. Sie schafft es auch den Tod ihrer Kindheitsliebe zu verarbeiten und ist bereit für eine neue Liebe. 


Zeichenstil:
Einige mögen es, andere nicht. Ich für meinen Teil mag den Zeichenstil aufgrund der großen, hübschen Äuglein und der Detailverliebtheit der Mangaka bezüglich der Frisuren, Hintergründe und Klamotten. Die Mädchen gefallen mir in vielerlei Hinsicht besser als die Jungs, letztere wirken eher schlaksig und knabenhaft, was mir persönlich nicht so gut gefällt. Aber das ist wohl Geschmackssache.


Story: 7/10
Charaktere: 7/10
Zeichenstil: 8/10

Endresultat: 7/10

Fazit: Ein etwas ernsterer Shoujo-Manga basierend auf einer teilweise tiefgründigen Story mit süßen Zeichnungen und sympathischen Figuren! Wer Mischungen von Drama und Comedy bevorzugt, sollte da mal reinschauen.

Kommentare:

  1. Schöner Artikel. Ich hab die Serie auch gelesen und ich trottel hab erst den 4 Band gelesn und dann den 3 und dann war ich noch mehr verwirrt. Das lustige ich hab das noch nicht mal mitbekommen :D
    Naja, passiert.
    Mir persönlich hat der Manga auch gut gefallen nur das Ende fand ich auch nicht so...also ich meine es ist schön aber es war so plötzlich und irgendwie hats nicht ganz so gepasst.

    lg

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    1. Dankeschön. Ja das kann schon mal passieren. xD Aber das hatte ich vor kurzem auch mal mit einer Anime-Folge gehabt. Ich hab aus versehen statt der vorletzten Folge, die letzte geschaut und dachte mir, dass da irgendwas nicht stimmen kann. o.O xD
      Ja das Ende ist einfach viel zu heiter, aber das liegt vielleicht einfach an der Mangaka, die einfach Happy-Ends gerne zeichnet. :) Am besten richtig kitschig-schöne, die kommen wohl doch bei den meisten besser an.

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