Sonntag, 28. September 2014

Gezockt: Professor Layton und das Vermächtnis von Aslant (3DS)



So geht als nun eine großartige Spielreihe zu Ende...


Story:

Die Handlung spielt ein Jahr nach Professor Layton und die Maske der Wunder. Alles beginnt mit einem Schreiben von dem Archäologen, Professor Locklair, welches Professor Layton erhält. Dieser behauptet, er habe eine lebende Mumie entdeckt, und bittet den Professor um seine sachkundige Meinung. So brechen der Professor, seine Assistentin Emmy und sein Lehrling Luke in das verschneite Snøborg auf. Es stellt sich heraus, dass die "Mumie" eine Gesandte der Aslanti namens Aurora ist, die die Fähigkeit besitzt, das Vermächtnis von Aslant zu offenbaren. Hierzu werden jedoch Artefakte benötigt, die auf der ganzen Welt verstreut sind und so machen sich der Professor, Emmy und Luke auf die Artefakte zu suchen. (Quelle: Wikipedia)

Somit beginnt also das letzte große Abenteuer von Professor Layton und seinen Gefährten , welches diesmal mehrere Handlungsstränge vorzuweisen hat und entwickelt. Zunächst liegt der Schwerpunkt der Geschichte natürlich auf dem Lösen des Geheimnisses um das Vermächtnis von Aslanti, das den roten Faden der Geschichte bildet und auch die anderen Handlungsstränge miteinander in Beziehung setzt. Anders als in den vorherigen Teilen reisen wir also um die ganze Welt, um verschiedene Städte zu besuchen und die benötigten Artefakte zu erhalten, um das große Mysterium um die Aslanti zu lüften. In jeder Stadt gibt es eine unerhörte Begebenheit, ob es nun um den Häuptling eines sonderbaren Stammes geht, der von heute auf morgen nicht mehr lachen kann, oder wir in eine „Geisterstadt“ kommen, in der alle Erwachsenen in einen tiefen Schlaf verfallen sind. In jeder von diesen fünf Städten gibt es Geheimnisse zu lüften, um die begehrten Artefakte zu erhalten. Ich fand dieses Konzept mal erfrischend, da ich es zuvor in den anderen Professor-Layton-Teilen nicht erlebt habe, auch wenn dieses Konzept sicherlich nicht sonderlich kreativ ist. Trotzdem bringt diese Idee frischen Wind in diese Spielreihe, was ich sehr willkommen heiße. Jede Geschichte ist anders gestrickt und die eine oder andere Geschichte war auch mit kleinen Überraschungen gespickt. Jedoch muss ich ehrlich zugeben, dass mich keine dieser Geschichten wirklich sehr mitgerissen hat, es waren natürlich auch nur kleine Episoden in der großen Handlung von Professor Layton. Deswegen war mir auch bewusst, dass man jetzt keine tiefgründigen, verstrickten Geschichten daraus gemacht hatte. Im Großen und Ganzen fand ich die Geschichten jedoch akzeptabel und gut gemacht, hätte mir aber doch etwas mehr Tiefgang erwünscht.



Dafür konnte mich die Hauptgeschichte mehr überzeugen. Im Vergleich zu anderen Geschichten, die ich bisher zu Gesicht bekommen habe, war die Geschichte nicht der Brüller und auch kein Meisterwerk. Aber im Vergleich zu den anderen Handlungen aus den anderen Professor-Layton-Teilen empfand ich diese Geschichte als sehr gut gemacht. Natürlich möchte ich euch so wenig wie möglich verraten, damit diejenigen unter euch, die noch nicht in den Genuss dieses Spiels gekommen sind, weiter neugierig bleiben. Jedenfalls enthält die Hauptgeschichte wesentlich mehr Spannung, Wendungen und auch einige Twists, die man vielleicht so nicht erwartet hätte. Ich muss sagen, dass mich der Anfang vielleicht nicht so fesseln konnte, dafür das Ende umso mehr, weswegen ich im Hinblick auf die Geschichte sagen kann, dass sie einen sehr positiven Eindruck bei mir hinterlassen hat. Das Ende besitzt nämlich wirklichen Tiefgang und lässt viel Raum für eigene Gedanken zu. Es geht hauptsächlich um sehr wesentliche Dinge wie das Fortschreiten der Technologie und die Auswirkungen auf die menschliche Gesellschaft selbst, nicht zuletzt auch der Kontrollverlust über die eigenen Erfindungen. Ich fand es interessant, dass die Geschichte eine tiefgründige Botschaft vermitteln wollte, nämlich, dass man vorsichtig im Umgang mit dem Erschaffen von neuem Leben sein sollte und nicht in Versuchung kommen sollte, „Gott zu spielen“, denn das kann böse enden. Die Geschichte erzählt weiterhin über „zweite Chancen“ und dass man Fehler wieder gut machen kann, wenn man dafür einsteht und ggf. bis an seine Grenzen geht und sich aufopfert. Das war zwar sicherlich irgendwo klischeemäßig, aber hatte recht gut in die Story gepasst ohne dass es allzu konstruiert wirkte. Aus den eigenen Fehlern lernen und es einfach beim nächsten Mal besser machen, das ist etwas, was wir immer auf unserem Lebensweg im Kopf behalten sollten. Überraschenderweise war das Ende im Vergleich zu den Enden der anderen Teile aber doch sehr traurig, also kein vollkommenes Happyend, denn es gab Verluste, aber auch die gehören zum Leben nun einmal dazu.



Gameplay:

Wie gewohnt besteht das Gameplay daraus, die Spielewelt per Point-and-Click zu erkunden, Dinge anzuklicken, um mehr Informationen zu erhalten, mit Leuten zu kommunizieren, um wiederum in der Geschichte fortschreiten zu können. Doch das Herz der Spielreihe umfasst natürlich das Lösen diverser Rätsel. Diese waren wieder einmal zahlreich und auch in verschiedenen Schwierigkeitsgraden vertreten, es gab einfache Rätsel, die man ohne mit der Wimper zu zucken, lösen könnte, dann mittelschwere, wo man doch etwas länger nachdenken musste und selbstverständlich die ganz harten Nüsse, wo man sich fast zu Tode grübeln konnte und auch öfter mal von den Münzen Gebrauch machen musste, um einige Tipps freizuschalten. Es war meiner Meinung nach ein wirklich ausgewogenes Verhältnis an Rätseln mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, sodass man mal mehr gefordert war und mal weniger, was recht abwechslungsreich war. Hinsichtlich der Vielfalt an Rätseln gibt es für mich nicht viel zu meckern. Es waren bereits bekannte Rätselformen enthalten, u.a. musste man Routen sowie Linien einzeichnen, Antworten eingeben, richtige Knöpfe betätigen, Teile richtig anordnen, Flächen einteilen, Solitär spielen, Dinge hin und her schieben, Berechnungen anstellen, Figuren nach der richtigen Reihenfolge bewegen um ans Ziel zu kommen, Schieberätsel bewältigen, mit Fliesen Bilder legen (was besonders schwer war), aus dem Text heraus logisch Antworten nach dem Ausschlussverfahren herleiten. Die neue Rätselform in dem Spiel waren die aslantischen Mysterien, die eigenen Regeln folgten, was ebenso für Variation sorgte. Auch wenn sich natürlich die Rätselsorten wiederholen sollten, gab es ja immer andere Grundlagentexte und andere Aufgaben, die man schaffen musste, um das Rätsel zu lösen. Wieder einmal Hut ab für die klugen Köpfe, die diese Rätsel erschaffen haben! Insgesamt kann man innerhalb des Spiels 150 Rätsel finden, aber das Spiel selbst hat natürlich weitaus mehr Rätsel zu bieten.


Denn neben den Rätseln gibt es wie aus jedem anderen Teil bekannt drei Minispiele, die ebenfalls für mehr Knobelei-Stunden sorgen dürften. Hier haben sich die Rätselmacher wieder extra viel Mühe gemacht und meiner Meinung nach noch schwierigere Minispiele ausgedacht, als es in den früheren Spielen der Fall war. Das einfachste Minispiel war das „Prêt-á-porter“, es ist eher ein Spiel für Mädchen, da man passende Outfits für Kundinnen erstellen soll. Dabei sollen die Kleider bestimmte Kriterien erfüllen, damit die Kundinnen auch damit zufrieden sind. Es gibt insgesamt 5 grundlegende Kategorien nämlich Spaß, Freizeit, Gala, Sport und Laufsteg. Natürlich hat jede der Damen andere Wünsche, so möchte eine vielleicht ausschließlich nur Spaß haben, eine andere möchte das überhaupt dafür Sport mit Gala kombiniert haben und eine dritte möchte Freizeit mit Laufsteg vermischt haben. Natürlich muss man auf die angegebenen Sterne achten, die jede Kategorie besitzen muss, damit die Kleidung gefällt. Außerdem musste jedes Outfit ein Oberteil, ein Unterteil, ein Accessoire, Schuhe und eine Kopfbedeckung aufweisen. Mir persönlich hat es sehr viel Spaß gemacht, nicht zuletzt weil ich ein Mädchen bin und solche Fashionsachen über alles liebe, was man auch daran sieht, dass ich Style Boutique gesuchtet habe. Es war ein wirklich entspannendes Minispiel, wo man außerdem auf die Kommentare der Kundinnen achten musste, denn manchmal gaben sie einem auch Hinweise, was sie gerne tragen möchten. Da musste man einfach ausprobieren und sehen, dass alles auch hinhaute. Da sind wirklich die lustigsten Outfits zustande gekommen. Blöd war nur, dass man darauf angewiesen hatte, alle Kleidungsstücke zu haben, so passierte es mir ständig, dass irgendwas fehlte, um das Outfit zu vervollständigen. Ansonsten ein klasse Spiel!

Mein zweit liebstes Minispiel war die „Walnussbahn“ bei der ihr einen super süßen Hamster steuert, der versucht bei einem Miniparkour seine Nuss in sein Häuschen zu bringen. Der Clue dabei ist, dass die Nuss genau in dem Häuschen landen muss, und nicht einfach weiter rollen darf. Dies gestaltete sich allein schon als schwierig, aber was noch dazu kam, war, dass man erst mal einen Weg finden musste, die Nuss an ihren Platz zu kriegen. Ich fand das Spiel wirklich geschickt gemacht, man musste vor allem eben voraus planen und schauen, wo die Steinkugel oder die Nuss als nächstes landen wird, damit am Ende alles auch funktionierte. Das war wirklich richtig gut und ich war immer über die Lösungen erstaunt.

Das dritte Minispiel „Blumengarten“ war eines der Minispiele, was ich gar nicht mochte. Die ersten fünf Etappen gingen relativ reibungslos, aber danach war ich teilweise doch echt mit dem Spiel überfordert. Man hat eben einen dürren Blumengarten und soll verschiedene Blumenarten, die verschieden wirken können (eine Blume verteilt ihre Energie immer senkrecht 5 Felder, eine andere nur waagerecht, eine dritte kann selbst Energie durch Zäune hindurch ausstrahlen usw.) richtig platzieren damit am Ende die vorgegebene Anzahl an Bäumen grün ist. Wer es besonders schwer mag, kann auch versuchen, den gesamten Blumengarten ergrünen zu lassen, aber das habe ich dann doch lieber gelassen. Auch hier war mächtig viel Knobelei erforderlich und man musste die Blumen eben gut kombinieren und es so schaffen, dass der Energiefluss, der ja zu den Bäumen transportiert wurde, nicht unterbrochen wurde, sonst war alles vorbei.
Wenn man also die drei Minispiele erfolgreich absolviert hatte, bekam man Zugang zu dem Bonusbereich und durfte sich dort noch einmal an den schwierigsten Rätsel im gesamten Spiel versuchen.


Was ich am Rande noch erwähnen möchte ist, dass es natürlich wieder Kuriositäten zu sammeln gab, einfach um den Sammeltrieb zu befriedigen. Neu in dem Spielteil ist übrigens die „Krempeljagd“, die auch wunderbar in das Aufspüren von Gegenständen in der Spielwelt integriert war. Ihr habt eben die Welt erkundet, überall hingeklickt und dann wurden bestimmte Dinge gespeichert. Diese habt ihr also auf eurer Krempeljagd gefunden und nun könnt ihr dort über Streetpass Aufgaben von anderen Leuten, die ihr getroffen habt, erhalten und die Gegenstände, die sie fordern, im Spiel finden. Ihr könnt auch selbst Aufgaben erstellen und drei bestimmte Gegenstände durch andere finden lassen. Wenn man das geschafft hat, bekommt man nämlich Punkte, die man für tolle Preise eintauschen kann. Da ich aber bisher eher weniger damit operiert habe, habe ich auch wenig Punkte erhalten. Dies ist ebenfalls eine gute Gelegenheit noch einmal die Spielwelt zu durchforsten, um coole Gegenstände aus reiner Sammelleidenschaft zu ergattern. Ebenfalls neu integriert wurde „Wunder weltweit“, was eine Art Zeitung ist und über außergewöhnliche Begebenheiten in der Welt berichtet. Sinn dahinter ist, die genannten Orte zu besuchen und mit den speziellen Personen zu reden, die euch meist auch besondere Rätsel aufgeben, die ihr lösen könnt. Am Ende ist es so, dass dann somit ein Geheimnis gelüftet wird oder einfach eine falsche Tatsache zurecht gerückt wurde, was auch noch mal für einige Überraschungen sorgte.

Wie gewohnt könnt ihr durch eure Pikarats, die ihr durch Lösen der Rätsel gewinnt, tolle Sachen im Bonusbereich „Streng Geheim“ freischalten, aber das ist nichts Neues. Auch die Tatsache, dass es wieder 365 Rätsel zum Herunterladen gibt, ist nichts neues nach dem vorherigen Teil, dennoch aber toll für all die Rätselfreunde. Bisher habe ich aber nur sehr wenige Rätsel gespielt, weswegen ich darüber nicht so viel sagen kann. Ich habe lediglich gesehen dass 20 Rätselsorten gibt und ihr jede Rätselsorte in verschiedenen Schwierigkeitsgraden lösen könnt. Also sprich es sind 20 gleiche Rätsel, nur eben mal sehr einfach, einfach, mittelschwer, schwer oder auch sehr schwer. Wie immer könnt ihr wenn ihr viele Rätsel löst auch tolle Möbelstücke ergattern und mit diesen eurer Zimmer dekorieren. Zusätzlich könnt ihr auch Trophäen freischalten, wenn ihr eine bestimmte Anzahl an Rätseln geknackt habt.

Ich fand es ganz schön, dass die Macher sowohl „traditionelle“ Inhalte in den letzten Professor-Layton-Teil eingebracht haben, aber auch neue Elemente, was diesen Spielteil spieltechnisch sowohl für Rätselveteranen wie auch Rätselneulinge sehr interessant und variationsreich macht. Nach wie vor, sind die Rätsel jedoch immer eher unpassend ins Spielgeschehen integriert und wirken doch sehr fehl am Platze, jedoch kann ich mir auch keine andere Möglichkeit denken, um so viele Rätsel gut in ein Spiel zu packen.



Optik:

Wie auch der letzte Spielteil ist der neueste Spielteil in 3D gehalten und man kann selbstverständlich über die Optik streiten. Ich bin eher eine Spielerin, die nostalgisch ist und fand die 2D-Grafik wesentlich besser, auch wenn ich dem plastischeren Aussehen der Figuren auch etwas abgewinnen kann. Wie gewohnt sind die Umgebungen und Landschaften eher dunkel gehalten und besonders warme Farben wie auch Brauntöne findet man gehäuft in dem Spiel wieder, was dazu führt, dass das Spiel insgesamt doch recht naturbehaftet wirkt. Die Landschaften sind schön malerisch gestaltet undweisen viele Details auf. Besonders toll fand ich diesmal, dass es ja wesentlich mehr Orte gab, die man besuchen konnte und jeder Ort war sehr speziell und hatte einen hohen Wiederkennungswert. So konnte man sich in einer Wüstenstadt, auf einer Insel, in den Bergen, im Urwald und in der Prärie aufhalten und die Umgebung konnte dies auch wunderbar ausstrahlen. Jede Umgebung war sehr charakteristisch und mit den passenden Details ausgeschmückt.


Musik:

An der Musik kann ich überhaupt nichts aussetzen, im Gegenteil, ich kann den Soundtrack des Spiels nur in den höchsten Tönen loben. Wie immer gibt es für jede spezielle Gegebenheit die passende Musik und da wir ja noch viel mehr Orte haben, in denen wir uns bewegen, sind auch diese immer einzigartig musikalisch untermalt. Die Musik wurde immer passend zu der jeweiligen Landschaft gewählt und unterstützte eben die jeweilige Atmosphäre sehr gut. Da gab es die typische Hawaii-Musik auf der Insel, eine bekannte Westernmelodie in der Prärie, eine sehr mystisch klingende Musik in den Gebäuden der Aslanti, und wie immer kann natürlich die wohl klingende, beruhigende Spieluhrmusik beim Rätseln nicht fehlen. Besonders aufgefallen ist mir die melancholische, so wunderschöne Melodie, wenn irgendetwas Trauriges gezeigt wurde. Das hat sich in meinem Gehör verfestigt. Kurz gesagt, bietet das Spiel wirklich für jeden Schauplatz und für jede Situation die richtige musikalische Untermalung und schafft es einen umso mehr in diese Spiel einzutauchen.


Spielespaß:

Bisher konnte ich eigentlich nichts an dem Spiel großartig bemängeln, doch subjektiv gesehen, war es für mich doch irgendwo vom Spielespaß ein eher schwächerer Teil. Dabei sprechen die Fakten zum Gameplay und der Geschichte eigentlich dagegen. Nun sah es bei mir so aus, dass ich das Spiel über einen Zeitraum von etwa vier Wochen gespielt habe. Normalerweise, wenn ich sehr dolle in ein Spiel versunken bin, bin ich so süchtig danach, dass ich mit dem Spielen gar nicht aufhören kann. Das war bei diesem Spiel leider nicht der Fall. Es lag eindeutig nicht an den Rätseln, die waren wie gewohnt knackig und teilweise echt fordernd, vielleicht auch manchmal zu fordernd, sodass ich von dem Spiel erst mal genug hatte. Ich bin der Ansicht, dass es daran lag, dass die Geschichte erst recht langsam wirklich in Rollen kommt, ich wurde einfach von Anfang an nicht wirklich warm mit der Geschichte selbst, weswegen ich mich mit den Rätseln vergnügte. Da ich aber mittlerweile nicht mehr der Typ bin, stundenlang zu rätseln, weil man irgendwann auch mal geistig erschöpft ist, besonders am Abend, habe ich deswegen pro Tag immer nur 2-3 Stunden gespielt.

Die Rätsel alleine konnten mich also nicht wirklich süchtig machen und doch habe ich trotzdem jeden Tag gespielt. Vielleicht habe ich auch deswegen eher weniger gespielt, weil ich ja zu der Zeit mein Praktikum absolvierte und erst irgendwann abends nach Hause kam. Da möchte man natürlich eher abschalten und sich weniger mit Rätseln beschäftigen, was ich aber doch tat. Außerdem haben mich die jeweiligen kleineren Geschichten nicht in ihren Bann gezogen, weswegen ich es schleifen ließ, mit der Geschichte weiter zu machen. Erst gegen Ende war ich dann von der Geschichte so sehr gefesselt, dass ich unbedingt weiter spielen musste. Denn am Ende wurde die Geschichte wider meinen Erwartungen richtig gut und so traurig, dass ich wirklich weinen musste. Die Geschichte konnte mich am Ende wirklich sehr berühren und auch nachdenklich stimmen, was ich dem Spiel wiederum positiv anrechne. Vielleicht habe ich das auch so lange wie möglich hinaus gezögert, weil ich möglichst lange an dem Spiel spielen wollte und das habe ich ja auch geschafft. Man spielt nämlich ca. 40 Stunden, wenn man alle Rätsel in der Story und die Minirätsel lösen will. Wer natürlich noch die Bonusrätsel und die 365 anderen Rätsel schaffen möchte, spielt natürlich wesentlich mehr, deswegen würde ich sagen, dass sich das Spiel auf jeden Fall für Rätselliebhaber lohnt. Auch wenn ich das Spiel nicht in kurzer Zeit gesuchtet habe, sondern mir wirklich Zeit gelassen habe und trotzdem lange an dem Spiel gespielt habe, würde ich es als einen der besseren Teile der Spielreihe bezeichnen und bin auch mit dem Umfang des Spiels zufrieden, dafür, dass es der letzte Teil der Spielreihe ist.


Fazit:
Professor Layton und das Vermächtnis von Aslant stellt einige der anderen Teile der Spielreihe in den Schatten, indem dieser Teil natürlich gewohnt tolle Präsentation und auch musikalische Untermalung bringt, gepaart mit einem großen Umfang an kniffligen vielfältigen Rätseln und schönen Minispielen, aber auch eine wirklich bezaubernde Geschichte liefert, die zwar Zeit zum Entfalten braucht, jedoch berühren kann.  

Kommentare:

  1. Ahaa, ich habe mal herausgefunden, wie man ältere Posts findet ^^ (lese nicht so viele Blogs, daher... sind meine Kenntnisse darin eher... gering)

    Wollte mal bzgl dieses Spiels dann nachfragen, ob man die Vorgänger spielen muss, um das Spiel gut zu verstehen? Habe bis jetzt nur diesen Professor Layton / Phoenix Wright Crossover gespielt, den ich aber ziemlich gut fand (naja - bis auf die deutsche Synchro von Phoenix... die war eher mittelmäßig xD). An sich besitze ich auch gar keinen DS, hab nur nen Freund, der mir seinen damals ausgeliehen hat (und ansonsten - Emulator; hab halt dafür ne PS3^^). Würde ihn aber nochmal fragen, um ein paar Prof. Layton-Spiele zu zocken, dann will aber eben auch die Story verstehen (daher die Frage). Ansonsten - gibt es einen besseren Teil so zum "Einstieg"? Und kosten diese zusätzlichen Rätsel zum Download etwas?

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    1. Du kannst mich jederzeit auch fragen, ich versuche deine Wissenslücken bezüglich Blogs zu schließen. ;)

      Also du musst wissen, dass die Geschichten der jeweiligen Teile der Professor-Layton-Serie nicht chronologisch abfolgen. Der erste Teil mit dem geheimnisvollen Dorf ist also von der Haupthandlung her nicht der Anfangspunkt, was dem Ganzen aber keinen Abbruch tut. Im Endeffekt schließt sich der Kreis und es wird nicht wirklich etwas vorweg genommen oder gespoilert, zumindest fand ich das so. Du kannst aber wenn du willst auch bei dem allerersten Teil anfangen von der Story her, also "Professor Layton und der Ruf des Phantoms"...da beginnt die Story eigentlich erst. Ich würde dir also die zwei Vorgehensweisen vorschlagen, wobei ich eher zur ersteren tendiere.

      Die zusätzlichen Rätsel kannst du dir alle kostenlos runterladen, was ich toll finde, weil andere Spiele das ja als DLC rausbringen würden,

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