Sonntag, 23. November 2014

Ecchi und Hentai – gibt es noch etwas dazwischen?



Wer die Begriffe „Ecchi“ und „Hentai“ hört, hat damit schon recht eindeutige Assoziationen im Kopf. Die Protagonisten in den Genres sind immer männlich und werden von Frauen vergöttert bzw. die Frauen lassen einfach alles mit sich machen, sodass die männlichen Fantasien vollends entfalten werden. Doch spricht das auch weibliche Manga/Anime-Fans an?

Aber was genau kann man denn nun unter den beiden Begriffen verstehen? „Ecchi“ ist für mich ein reiner Fanservice für meist männliche Rezipienten, die sich an nackter Haut, übergroßen Brüsten, Pantyshots und anderen erotisch-peinlichen Situationen ergötzen. Dieses Genre ist meiner Meinung nach ein sehr spezielles Genres, was man außerhalb von Manga/Anime eigentlich gar nicht finden kann und wenn doch, dürfte es nur unfreiwillig komisch wirken. Wenn ich anderen erklären sollte, was „Ecchi“ genau ist, würde ich wohl folgendes sagen: Wir haben einen total durchschnittlichen Protagonisten, der rein gar nichts auf dem Kasten hat und trotzdem von einem Harem von wunderschönen Mädchen umschwärmt wird, die sich mehr oder weniger an ihn mit den „Waffen einer Frau“ ran schmeißen und um ihn buhlen. Oftmals wird der Typ dann auch noch von anderen Frauen aus Eifersucht verprügelt und sieht noch erbärmlicher aus als er wirklich ist. Das Tollste ist dann, dass er in solchen peinlichen, verfänglichen Situationen nicht normal bleiben kann, rot anläuft, Nasenbluten bekommt, sich also kurzum einfach zu Tode schämt. Er kann nicht seinen Mann stehen, sondern läuft dann am besten auch noch weg. Es wird also ganz deutlich, dass dieses Genre mehr das männliche Geschlecht anspricht, als das weibliche.


Das lässt sich auch einfach erklären: Welches Mädchen mag denn bitte einen solch durchschnittlichen Typen, der einfach wirklich gar nichts kann? Ich würde mich da höchstens über ihn schlapp lachen und das wäre vielleicht schon mal ein Grund, weswegen ich mich unterhalten fühle. Klar sind manche Situationen total witzig, aber inzwischen schon so ausgeluscht, dass man einfach nicht mehr darüber lachen kann. Es sind halt immer solche abtrusen, unglaubwürdigen Szenen, wo man einfach nur den Kopf schütteln kann, ganz zu schweigen von der irrationalen Tatsache, dass solch ein Weichei von vielen Frauen und Mädchen umschwärmt wird. Das will mir einfach nicht in den Kopf. Ich als Frau finde diese expliziten Szenen, wo die Mädels bewusst mit ihren weiblichen Reizen spielen, auch nicht wirklich anziehend. Klar sind die Mädchen hübsch, aber für mich wirken sie dann einfach nur wie kleine Flittchen. Ich kann dem Genre ehrlich gesagt wenig abgewinnen und auch diese ganzen Buhlereien um diesen nichtsnutzigen Protagonisten gehen mir mit der Zeit einfach nur auf den Keks. Wer das Genre mag, darf es gerne weiter mögen, doch für mich bleibt es wohl etwas, was ich eher vermeide, es sein denn, ein Manga/Anime ist wirklich gut gemacht.


Dann hätten wir noch „Hentai“, ein Genre, was mir als Frau noch weniger zusagt als ersteres. Wer das Genre nicht kennt, was wohl eher unwahrscheinlich ist, sollte einfach nur an die altbekannten Pornos denken, denn mehr oder weniger ist es einfach nicht. Okay, es gibt schon einige Unterschiede, die das Genre nicht unbedingt aufwerten. Die Mädels haben übernatürlich große Oberweiten, die für mich nicht mehr schön, sondern extrem widerlich sind. Da kann ich absolut nicht verstehen, wie bei Mann da noch Lust aufkommen kann. Dann sind manche Szenen auch einfach nur dermaßen übertrieben dargestellt, nicht zuletzt aufgrund der „Höhepunkte“, die einfach nur lächerlich ausschauen. Ich möchte da nicht im Einzelnen darauf eingehen, macht euch einfach mal selbst einen Eindruck und ihr werdet aus weiblicher Sicht vielleicht verstehen, warum ich Hentais manchmal einfach nur krank finde.

Ich habe somit also zugegeben, dass ich selbst mal welche schaue und lese, und mein Gott, es ist nicht verwerflich als Frau. Ich möchte im übrigen hervor heben, dass ich das Genre zwar an sich nicht so toll finde, aber einzelne Ausnahmen doch ganz nett sind. Die Masse sagt mir nicht zu, aber einzelne Werke können selbst weiblichen Lesern/Zuschauern gefallen. Auf der anderen Seite existieren dann wiederum Werke, die bei mir nur Übelkeit und Grauen hervor rufen. Es sind gerade diesen extremen Beispiele, in denen Frauen nicht nur als Sexobjekte behandelt werden, sondern wirklich aufs Extremste misshandelt und erniedrigt werden, dass es doch fast frauenfeindlich wirkt. Ich spreche da von Vergewaltigungen, gewaltsamen Gruppenorgien und diversen Foltereien, zu denen ich auch nicht mehr sagen möchte. Da frage ich mich wirklich: Wer schaut so einen Mist und wer hat daran bitte Gefallen? Ich kann es absolut nicht verstehen und möchte das auch gar nicht. Das ist, entschuldigt meine Wortwahl, einfach nur total krank.

Aus feministischer Sicht könnte man also den beiden Genres ankreiden, dass Frauen lediglich als Sexualobjekte ansehen, die die männlichen, sexuellen Bedürfnisse befriedigen, auch wenn dies teilweise auf recht perverse und erniedrigende Arten geschehen kann. Dies trifft teilweise auf Ecchis zu, aber in besonderem Maße auf Hentais, doch das soll heute nicht unbedingt Gegenstand der Diskussion werden. Meiner Ansicht nach, gibt es auf dem Markt viel zu viel erotische Inhalte für Männer, was wohl daran liegen mag, dass gerade Männer auf solche visuellen Reize reagieren und diese Inhalte dementsprechend öfter konsumieren.



Doch wer denkt auch daran, dass Frauen gleichermaßen Gefallen an solchen Dingen haben könnten? Es ist ja nicht so, dass Frauen von Grund auf extrem unschuldige Wesen sind, die mit „Pornos“ und sonstigem absolut nichts am Hut haben. Doch das Vorurteil bleibt bestehen, dass Frauen solche Sachen überhaupt nicht mögen und es einfach nur krank finden. In Bezug auf Hentais kann ich das auch noch verstehen zumindest bei den richtig perversen und „frauenfeindlichen“ Inhalten, doch warum sollten Frauen nicht auch Gefallen an erotischen Geschichten haben? Nicht umsonst finden sich auch in heutigen „Schund“- und Liebesromanen teilweise explizit beschriebene sexuelle Inhalte wider. Außerdem gibt es auch sehr erotische Romane, die hauptsächlich auf Frauen abzielen, schon allein, weil die Helden meist weiblich sind.

Dies beweist doch, dass Frauen genauso gern erotische Geschichten konsumieren und warum sollte dies nicht weniger auf Manga und Anime zutreffen? Gott sei dank gibt es aber auch Genres, die den Frauen genau dies bieten können. So hätten wir das Genre „Josei“, dass sich hauptsächlich an eine Leserschaft richtet, die aus jungen Frauen besteht und dementsprechend Geschichten aus dem Alltag einer typischen Frau erzählen. Da diese Geschichten an ein erwachsenes Publikum gerichtet sind, findet man hier und da auch einige erotische Szenen, denn die Liebe ist nicht mehr so unschuldig wie in Shojo- oder Romance-Manga/Anime, sondern reif und äußert sich nicht nur über zärtliche Küsse, Händchenhalten oder Umarmungen.


Im Übrigen ordnet man Manga/Anime dieser Art dem Genre „Smut“ zu, was wohl eine abgeschwächtere Variante den Hentais ist, also eine Art Softporno. Im Gegensatz zu Ecchi und Hentai sind die Protagonisten also weiblich und lieben Jungs oder Männer eben nicht auf unschuldige Art und Weise, sondern mit Leib und Seele, wie man so schön sagt. Smut ist für mich insofern besser, weil es erst mal die Liebe aus Sicht der Frauen und Mädchen realistischer darstellt als es in Shojos der Falls ist, wo die Heldinnen alle eigentlich noch gar keine sexuellen Erfahrungen gemacht haben und auch nicht mal im Manga/Anime so weit kommen. Die großen Gefühle, Schwärmereien und ersten, unbeholfenen Schritte in Sachen liebe werden gewagt und selten endet es mal in Sex oder ähnlichem. Und wenn doch, wird dies auch nicht weiter explizit gezeigt, was ich schade finde. In Smut jedoch gehen die Figuren doch eindeutig mehr zur Sache, aber auch nicht so übertrieben wie in Hentai, was ich nur begrüßen kann. Außerdem ist hier etwas vertreten, was man bei Hentai vermisst: Die Gefühle, die die Figuren zueinander entwickeln. Der Sex ist nicht nur einfach Sex, sondern resultiert aus Zuneigung und Liebe. Manchmal entspringt er aber auch nur aus reiner Leidenschaft, wenn Held und Heldin sich so dermaßen anziehend finden, dass das Feuer entfacht und nicht mehr aufzuhalten ist. Jedenfalls betone ich hierbei, dass gerade solche emotionalen Geschichten gespickt mit erotischem Inhalt, doch eher das Herz einer Frau erreichen können, als stumpfer purer Sex, bei dem die Frau nicht mal Freiraum oder Unabhängigkeit haben darf, sondern sich dem Willen des Mannes ergeben muss. Außerdem sehen die Männer doch irgendwo besser aus als die Protagonisten in Ecchi und Hentai, was wiederum gut für die weiblichen Rezipienten ist. 

Man sieht zwar zum Beispiel die Genitalien der Männer nicht explizit, aber sie werden doch hin und wieder angedeutet. Die Sexstellungen sieht man dagegen sehr deutlich und eine erotische Stimmung wird auch verbreitet, in dem die Figuren sehr lustvolle Gestiken und Mimiken machen. Hier wird also viel gezeigt, aber eben nicht alles und vor allem nicht absolut überzogen, sondern doch recht natürlich. Das Tolle aber an diesen Manga/Anime ist nun aber, dass der Sex und alles was dazu gehört nicht im Mittelpunkt der Handlung steht. In Hentais ist es ja so, dass die Geschichte eigentlich nur aus einer Aneinanderreihung von sexuellen Begegnungen besteht und ein roter Faden doch meist eher fehlt bzw. gänzlich in den Hintergrund rückt. Mir ist bewusst, dass es bei diesem Genre auch gar nicht um Qualität der Handlung geht, sondern nur eben um die Darstellung von Sex und das den Unterhaltungswert ausmacht. Natürlich verallgemeinere ich ein wenig, es gibt immer gute Ausnahmen, die auch das Gegenteil beweisen, auch wenn diese in der klaren Unterzahl sind.



Bei Smut-Manga/Anime jedoch haben wir meist eine eigenständige Handlung, die mal besser und mal schlechter ausfällt. Ich will also auf keinen Fall behaupten, dass die Stories immer um Längen besser wären als bei Hentais, aber manchmal eben schon, vor allem wenn bei letzterem gar keine Handlung zu finden ist. So gibt es sicherlich eine Menge Smut-Manga/Anime in denen vielleicht auch die sexuellen Inhalte mehr im Vordergrund stehen, aber eben nicht so übertrieben oder die Handlung einfach nur extrem langweilig, monoton oder klischeehaft ist. Das Problem gibt es meiner Ansicht nach aber bei jedem Genres.

Nun habe ich aus meiner Sicht also schon mal versucht zu erklären, weswegen „Ecchi“ und „Hentai“ meiner Meinung nach weniger Frauen beglücken können. Doch leider gibt es gerade von diesen Genres zu viele Vertreter, dafür viel weniger erotische Werke, die auf Frauen ansprechen. Woran mag das liegen? Wie eingangs erklärt, nehme ich wohl an, dass eindeutig mehr männliche Fans Anime und Manga konsumieren und noch immer die Vorstellung vertreten ist, dass Frauen mit erotischen Sachen nicht viel zu tun haben. Oder sich einfach zu wenig Mangaka mit dem Genres beschäftigen? Ich kann es empirisch leider nicht belegen, weswegen das nun einfach meine möglichen Erklärungen sein sollen, zu denen ihr gerne euren Senf dazu geben könnt.



Nun gibt es also im Vergleich zu Ecchi- und Hentai-Anime/Manga weniger Smut-Werke, was für einige Frauen sicherlich enttäuschend sein dürfte. Denn das bedeutet auch zwangsläufig, dass dadurch die Chance hoch ist, weniger gute Smut-Manga/Anime raus kommen dürften. Ich habe schon einige gelesen, kann mich aber beim besten Willen nicht an viele gute Werke erinnern. Von den Mangaka Shinju Mayu und Maki Enjouji gibt es hierzulande einige solcher Manga, die ganz gut sind, aber manchmal auch meinen Geschmack nicht wirklich treffen können. Dagegen greife ich gerne zu den Manga von Kasane Katsumoto zu, auch wenn diese storytechnisch nicht wirklich grandios sind. Mir geht es dann meist eher um die erotischen Aspekte und die Mangaka schafft es einfach immer diese gut und stimmungsvoll rüber zu bringen, sodass man ein wirkliches Kribbeln verspürt.



Dann wiederum gibt es auch Manga, die man weder in die Sparte Smut noch wirklich in die Sparte Hentai einordnen kann, wenn man denn beide Genre idealtypisch vor Augen hat. Dazu gehört zum Beispiel der Manga „Heimliche Blicke“, den ich momentan sehr gerne lese. Der Protagonist ist zwar männlich, ist sexuell sehr aktiv und wird auch von vielen Mädchen/Frauen gemocht, aber irgendwie unterscheidet sich die Handlung doch eindeutig von anderen erotischen Werken. Man findet in dem Manga sowohl Facetten von Ecchi, also auch von Hentai und von Smut. Im Gegensatz zu Hentais, gibt es hier einen roten Faden, der gut geführt wird. Klar gibt es jede Menge Sexszenen und nicht immer sind sie wirklich notwendig, doch manchmal passen sie sich gut an die Story an. Fakt ist jedoch, dass es nicht nur ausschließlich um Sex geht, sondern die Story einfach mehr zu bieten hat. Tatsuhiko wird nämlich von seiner Nachbarin Emiru erpresst und dazu gezwungen sich von ihr mithilfe eines Gucklochs in der Wand bespannen zu lassen, auch wenn er z.B. gerade mit jemanden schläft. Daraus resultieren jede Menge Konsequenzen und am Ende sind alle verletzt, weil sie sich dadurch hintergangen und belogen fühlen. Das Ganze wird also umso dramatischer und auch emotionaler, als Tatsuhiko merkt, dass er Gefühle für seine sadistische Nachbarin empfindet, aber gleichzeitig eben noch in einer Beziehung ist. Was die Spannung übrigens aufrecht erhält ist, dass Emiru ein reinstes Mysterium ist und auch ihre Motivation nicht eindeutig erkennbar ist. Später, also gegen Ende des Manga, wird ihre Hintergrundgeschichte erzählt und man versteht nun endlich, warum sie so ist wie sie ist. Ich finde Emiru sowieso total faszinierend, denn sie kann so wechselhaft sein und man kann sie nie durchschauen. Ist sie nun nett oder einfach nur total bösartig? Was will sie wirklich? Das lässt sich grob zur Handlung sagen und ich werde sicherlich auch mal, wenn der Manga zu Ende ist, darüber ausführlicher schreiben. Jedenfalls wollte ich euch damit nur Beispiel liefern, wie ein Manga eben mit verschiedenen Genres spielen kann und doch irgendwie einzigartig ist.





Nun möchte ich euch fragen, was ihr von diesen drei Genres haltet und welches ihr von allen am meisten mögt. Oder seid ihr der Ansicht, dass alle drei Kategorien gleichermaßen ihre Vorzüge haben und wenn ja, warum ist das so? Mich würde im übrigen auch interessieren, ob ihr ebenfalls der Meinung seid, dass erotische Inhalte eher für Männer produziert werden als für Frauen und woran dies möglicherweise liegen mag. Wenn ihr vielleicht tolle Beispiele aus den Genres Ecchi, Hentai oder Smut habt, könnt ihr sie mir auch gerne vorschlagen, ich würde mich sehr darüber freuen. :)

Kommentare:

  1. Hallo!

    Also ..das ist ja ein sehr ..heißes, höhö, Thema..

    Ich glaube, mit ein paar meiner Kommentare habe ich schon etwas davon erklärt, was ich davon halte.
    Ich mag die Shoujo (ai) Geschichten, weil sie eben nicht unbedingt auf Sex basieren. Das gehört zum Leben, das ist klar. Allerdings sind mir Storyelemente viel wichtiger und die emotionale Beziehung ziehe ich auch meist viel viel viel mehr der körperlichen vor. Ich lese so gut wie kaum Echhi- Zeug bzw. schaue mir es an, weil die Szenen oft so ein fremdschämen verursachen.
    "Oh nein, ich wurde durch einen Eimer Wasser komplett nass, dabei bin ich in der Jungskabine und nun bin ich auch noch so unglücklich gefallen" ... -_-
    Bei Sankarea hat mich die Cousine von dem Typen auch ziemlich genervt.
    Normale Sexszenen ...heißt für mich weniger Story. Ich habe einfach nicht das Bedürfnis so etwas anschauen zu müssen.
    Das Smut scheint ja eine gute Lösung zu sein, aber für mich z.B. wär das dennoch nichts.
    Auch wenn dann der Sex mit Gefühlen zusammenhängt. Das ist auf jeden Fall besser als die Hentais, bei denen z.B. der Protagonist die Stadt nur retten kann, wenn er haufen Frauen knallt. xD
    Ich bin da wohl auch etwas eigen. xD
    Mit meinen fast 23 Jahren bin ich schon lange an der Zeit vorbei, in der es primär um die emotionale Liebe geht, aber Shoujo Mangas/Animes haben mich trdm immer fasziniert und ich werde das wohl auch noch lesen, wenn ich 30 oder 40 bin. xD
    Aber ich finde es gut, dass sich solche neuen Genres bilden, die den Geschmack von Leuten besser treffen.

    MfG

    die Lachsente :>

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    1. Ja in der Tat, das ist wirklich ein "heißes" Thema. xD

      Ich stimme dir da bis zu einem gewissen Grad zu, dass ich die unschuldige und reine Liebe in Shoujo-Manga mag, gerade weil sie eben so idealisiert ist und alles emotional extrem aufgebauscht wird, sodass man sich wie im Märchen vorkommt. So etwas kommt in der Realität nicht vor, dass man sich am Anfang der Beziehung die ewige Treue schwört und für immer zusammen bleibt. Sicherlich gibt es das auch, aber das sind dann eher Ausnahmen, möchte ich meinen. Gerade das hat mich an Shoujos immer fasziniert, dass sie eben eine traumhafte Liebe thematisieren und als junges Mädchen habe ich mich auch danach gesehnt (okay das klingt so als wäre ich schon steinalt, was ich ja mit 21 Jahren nicht bin xD).

      Was mich aber eben auch gestört habe, desto älter ich wurde, dass die Liebe eben nicht so funktioniert, denn im Leben ist die Liebe nicht nur einfach eine platonische Liebe, sondern äußert sich auch in körperlichen Akten. Das bedeutet für mich nicht, dass die Protagonisten bei jeder Gelegenheit Liebe machen, sondern dass das eben sinnvoll in die Geschichte mit eingebaut wird. Die Story muss deswegen nicht unbedingt leiden und kann trotzdem gut sein, wenn es hin und wieder bedeutungsvolle Liebesakte gibt. Das versuchen Manga des Genres Smut teilweise, aber es gelingt eben nicht allen. Es kommt eben auf die Portionierung an, wenns nicht übertrieben wird, muss auch die Geschichte nicht darunter leiden. Bestes Beispiel ist da für mich der Manga "Nana", in denen die Frauen auch normale, sexuelle Liebesbeziehungen pflegen, ohne dass die Story darunter leidet, vielmehr gibt es der Liebe ihren erwachsenen Touch.

      Jedenfalls bevorzuge ich solche Manga, in denen Sex eher in Grenzen gehalten wird und sinnvoll ist, während bei Hentais und Ecchi die sexuelle, erotische Komponente nur Selbstzweck ist.

      Genau wie du werde ich dennoch mein Leben lang an den jungfräulichen Liebesvorstellungen der Shoujo-Manga hängen, ich weiß auch nicht, irgendwie sind diese zwar klischeehaft aber doch wahnsinnig romantisch. xD

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    2. Hallo! :>

      Ich habe endlich gelernt auf "Antworten" zu gehen. xD ..v.v

      Die Vorstellung, jemand zu haben, den man alles anvertrauen kann und mit dem man dann auch eine große Zeit seines Lebens verbringt, finde ich einfach schön. In den Shoujo Mangas hört es ja meist mit einem Kuss auf, so dass man sich denken könnte, die bleiben wohl noch ein bisschen zusammen. Sowas lese ich einfach total gern. D:
      Ich weiß nicht, ich bin wohl auf der emotionalen Schiene total hängengeblieben. xD
      Ich wollte nicht sagen, dass dann die Story immer drunter leidet, wenn auch Sexszenen vorkommen, sollte sich das so rausgelesen haben. Ich meine nur, dass ich dann wieder Seiten überblättern müsste, weil ich einfach 0 Interesse an solchen Szenen in einer z.B. Romancegeschichte habe.
      Deswegen habe ich mir z.B: auch nicht "Heimliche Blicke" geholt, obwohl der gut sein soll. Sowas reizt mich 0.
      Da bleibe ich lieber bei den Mangas, die mir vermitteln, dass es lebenslange Liebe gibt. XD
      x_x

      MfG

      die Lachsente :>

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    3. Wahnsinn, ich bin stolz auf dich. =D

      Du scheinst an der perfekten Liebe festzuhalten nicht wahr? Ich schwärme dafür auch sehr, weswegen ich ja Shoujos mag. In Filmen und Büchern wird die Liebe nicht so rosig dargestellt, was ich manchmal vermisse,auch wenn es widersprüchlich klingen mag.^^

      Es ist aber mal von einem Mann schön zu hören, wenn er das Emotionale als wichtiger empfindet als das Körperliche. ;)
      Oh tut mir leid, dann habe ich das wohl falsch verstanden. ^^ Dann möchtest du sagen, dass solche Sexszenen für dich auch nur angedeutet werden können, da du sie einfach nicht magst ja?

      Also "Heimliche Blicke" kann ich nur empfehlen, aber wenn du an sowas nicht interessiert bist, kann man natürlich nichts machen. ;)

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    4. Danke, danke. xD

      Ja, ich glaube schon. xD
      Wobei das wohl nicht gerade der Sinn unserer Evolution ist, dass wir ein leben lang bei einem Partner bleiben. xD

      Bei Büchern konnte ich mir noch nie viel vorstellen. :/
      Egal bei welchem Thema, Bücher sind für mich echt schwer zu lesen. Zum Glück bin ich aus der Schule, in der wir einen Haufen Bücher für den Deutschunterricht lesen mussten, die keiner mochte. v.v

      Ja, das meine. Für mich wäre es auch okay, wenn sie es nur andeuten würden. o:
      Vll. haben sie ja dann nach dem Abspann ihren Spaß. xD


      MfG

      die Lachsente :>

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    5. Bittesehr. :)

      Das ist schon wahr, aber ich glaube dennoch an die große Liebe, die ein Leben lang hält. Hoffen darf man ja. ;)

      Wie kommt es denn, dass Bücher für dich schwer zu lesen sind? Liegt es an der Vorstellungskraft beim Lesen oder woran? Oder vielleicht, weil man echt viel Geduld braucht, um ein dickes Buch zu lesen?

      Das kann man der Fantasie der Leser überlassen. xD

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    6. Hallo! o:

      Klar kann man hoffen. Ich hoffe ja auch. xD
      Ja, die Vorstellungskraft ist da nicht hoch genug für mich. Also eigentlich habe ich da nicht so viele Probleme, aber wenn mir jemand anderes etwas erklärt, siehts anders aus. Bei Büchern ist das noch ein Stück schlimmer, weil die meist Wörter benutzen, deren Bedeutung sie erst später erklären. Da komme ich dann gar nicht rein. v.v

      MfG

      die Lachsente :>

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