Sonntag, 31. Mai 2015

Realistische Manga?



Normalerweise verbindet man mit „Manga“ Figuren mit unrealistischen Proportionen, übergroßen Augen, bunten Haaren, verrückten Frisuren, die vor allem Niedlichkeit rausschreien sowie aberwitzigen Geschichten. Vor allem aber sind Manga doch nur etwas für Kinder oder Jugendliche und dienen der bloßen Unterhaltung. Glaubwürdigkeit und Realismus passen doch nicht zu Manga oder?





So würde eher jemand urteilen, der sich mit dem Medium Manga nicht auskennt. Klar wird die Allgemeinheit Manga auf solche Klischees und Vorurteile reduzieren. Ich als relativ erfahrener Mangakenner weiß jedoch, dass Manga mehr sind als nur Unterhaltung für kleine Kinder. Wie ich bereits in einigen Diskussions-Artikeln geschrieben habe, gibt es besonders bei Manga eine große Bandbreite an unterschiedliche Genres, wodurch Lesergruppen jeden Alters bedient werden. Es mag zwar stimmen, dass vor allem Anime sich eher an Jugendliche und junge Zuschauer richten, doch bei Manga sieht es differenzierter aus. Besonders hier gibt es ein Genre, was sich vom Rest abhebt und dieses möchte ich euch heute mal vorstellen.

Alternative Manga oder Underground-Manga

Alternative Manga“ gelten als japanische Manga, die sich nicht auf den kommerziellen Manga-Markt konzentrieren. Zeichenstil und auch die Erzählweise und Themen heben sich von den herkömmlichen Manga ab, weswegen sie auch als "alternativ" aufgefasst werden.
Ihren Ursprung finden die frühesten alternativen Manga nach dem Zweiten Weltkrieg in japanischen Leihbüchereien. Der unabhängige Markt schaffte so große Spielräume und hat die ersten Manga zum Vorschein gebracht, die sich damals gegen den Mainstream der Jugend-Manga an die erwachsene Zielgruppe wendeten.

So muss der Zeichner Yoshihiro Tatsumi betont werden, der 1957 anfing vor allem realistische und düstere Bildergeschichten erschaffen. Er selbst wollte seine Werke nicht bloß als Manga (eher ungezwungene Bilder) bezeichnen, sondern hat ihnen den Namen Gekiga (dramatische Bilder) verliehen. Die ersten Gekiga konnte man aus Leihbüchereien bekommen und zunehmend wurde die Gattung durch anderweitige Zeichner wie Sanpei Shirato und Takao Saito so beliebt, dass sogar eigene Zeitschriften ins Leben gerufen wurden.

So erblickte 1964 das Alternativ-Magazin Garo, von Katsuichi Nagai gegründet, die Welt, dass durch autobiographische und surreale Erzählelemente bei der Jugendbewegung der 1960er Jahre an Beliebtheit gewann und dadurch auch verbreitet wurde. Zeichner, die bereits 1950 für die Leihbüchereien aktiv waren sahen ihre Chance, bei diesem Magazin erfolgreich zu werden. So übernahm Garo nicht nur die Funktion neue Zeichner zu gewinnen und zu fordern, wurden auch beliebte Serien wie das Gekiga-Drama Kamui von Sanpei Shirato umfasst.

Das Magazin Garo wuchs schnell ans Erfolg, wodurch sich andere Zeitschriften ebenfalls danach strebten. Viele Zeichner wie beispielsweise Osamu Tezuka, dessen Manga sich an Kinder richtete, zeichnete nun auch Manga speziell für Erwachsene. So wurde von Tezuka auch ein Magazin mit dem Namen COM heraus gebracht.

Doch Garo blieb nicht das einzige Magazin, daneben wurden auch Magazine wie Big Comic und Manga Action veröffentlicht, die von Mainstream-Verlagen betrieben wurde, um Gekiga zu unterstützen.
Jedoch fiel die Auflagenzahl von "Garo" in den 1980er Jahren und zwar so drastisch, dass es Anfang 2000 eingestellt werden musste. Natürlich versuchten auch weitere Talente wie Kiriko Nananan, Usamaru Furuya oder Suehiro Maruo das Genre am Leben zu erhalten, doch diese wurden nicht annähernd so erfolgreich wie Kamui.


Nachdem "Garo" eingestellt wurde, wanderten die Manga zu "AX", der das Erbe Garos darstellt. Außerdem wurde vom Shogakukan-Verlag "Ikki" als ein alternatives Manga-Magazin veröffentlicht. Dieses wurde recht bekannt durch Manga-Serien wie Freesia und No. 5.

Andere alternative Mangaka wie Katsuhiro Otomo (der u.a. Akira zeichnete) wurden von europäischen und amerikanischen Comics beeinflusst. Dies wurde in den 1990er Jahren so dominant, dass sogar eine eigene Bewegung "La Nouvelle Manga" aktiv wurde, bei der die Verbindung französischer Comiczeichner mit japanischen Underground-Mangaka wichtig ist.


Alternative Mangaka:



Gegika

Ein Begriff, der ebenfalls mit dem Genre "Alternativer Manga" zusammenhängt ist "Gekiga", der als Stil des alternativen Manga gilt. Er wurde besonders durch Yoshihiro Tatsumi geprägt.

Während "Manga" eher "humorvolle Bilder" suggerieren, meint "Gekiga" "dramatische Bilder", die die Tatsache widerspiegeln, dass dieser Stil vor allem erwachsene Leser anspricht (Manga waren zu jener Zeit vor allem an Kinder und Jugendliche gerichtet) und deutlich ernster waren als die üblichen japanischen Comics. Der Zeichenstil und die Geschichten weisen einen starken Realismus auf und behandeln oftmals die Konflikte einer jeden Person in Japan. Auffällig ist bei diesem Zeichenstil, dass die Figuren wirklich extrem realistisch gezeichnet werden, wodurch typische Elemente der Manga natürlich fehlen. Außerdem besticht der Stil dadurch, dass Mimik, Gestik wie auch Umgebungen und Figuren mit viel Liebe zum Detail dargestellt werden, was deutlich geringer bei Mainstream-Manga ausfällt.

Der Einfluss von "Gekiga" nahm zunehmend ab, als Manga immer mehr kommzerialisiert wurden und Mainstream Comics für Erwachsene sich zu "Seinen" entwickelten. Momentan bezieht sich der Begriff auf moderne alternative Manga wie auch den Originalen aus den 60er und 70ern.

Ich habe mich mal auf die Suche gemacht und recherchiert, welche Manga es in Deutschland gibt, die in diese Kategorie rein fallen können. Dabei habe ich nicht wirklich sehr viele gefunden, die exakt diesem Stil entsprechen, jedoch habe ich für mich den Begriff so erweitert, dass ich darunter vor allem Manga verstehe, die recht realistisch gezeichnet sind und sich mit gesellschaftskritischen, ungewöhnlichen wie auch problematischen Themen beschäftigen. Dabei habe ich viele Manga gefunden, die sich nicht nur mit Alltagsproblemen wie Schicksalsschlägen beschäftigen, sowie existenziellen Fragen sowie auch futuristische Szenarien entfalten, die immer das Individuum im Kontrast zur Gesellschaft gegenüberstellt. Außerdem besticht der Großteil der folgenden Manga durch düstere, bedrückende Atmosphäre sowie expliziter Gewaltdarstellung, Horrorelementen wie auch erotischen Szenen. Also eindeutig eher etwas für das erwachsene Publikum.


Für mich war ausschlaggebend, dass es Manga sind, die sich von den üblichen Konventionen der Manga unterscheiden, sowohl von der Form wie auch dem Inhalt. Hier kommt eine Auflistung einiger Manga, die sich vom „Mainstream“ unterscheiden.
Dies führt mich ebenfalls zu einer interessanten Feststellung: Einige der Manga verdeutlichen sehr gut, dass die Grenzen zwischen Mainstream-Manga und Underground-Manga teilweise recht fließend sein können. Es gibt also Manga, die sich weder zu dem einem Genre noch zu dem anderen eindeutig einordnen lassen. Sie stehen irgendwo dazwischen. Muss man für realistisch gezeichnete Manga mit viel Glaubwürdigkeit und Realismus eine eigene Gattung einführen, wenn diese sich dem Genre „Gekiga“ nicht entsprechen?


Homunculus


Gibt es ihn vielleicht doch, den Homunculus, den kleinen Mann im Kopf eines jeden Menschen, der - so glaubteman früher - die Geschicke und Gefühle steuert? Die Inhalte des Medizinstudiums reichen nicht aus, um Manabu Itos Wissensdurst zu stillen. Er will das menschliche Gehirn erforschen und zwar den Teil, der bislang noch nicht mit medizinischen und biochemischen Erkenntnissen ergründet werden konnte. Susumu Nakoshi weiß indes nicht so recht, welchen Effekt es haben wird, wenn Manabu ihm ein Loch in den Schädel bohrt. Gesund klingt es nicht, aber dann braucht Susumu das Geld für sein geliebtes Auto und 700.000 Yen scheint ihm ein guter Preis zu sein für die Einwilligung in das Experiment, das leider nicht so verläuft, wie Susumu es sich wünscht. Denn mit dem Eingriff beginnt sein Leben aus den Fugen zu geraten.


Ikigami



Herzlichen Glückwunsch! Die Regierung hat Sie ausgewählt... in den nächsten 24 Stunden zu sterben!
Der Todesbote ist unterwegs und es gibt kein Entkommen. Das Auswahlverfahren ist rein zufällig: Bei Schuleintritt werden alle Kinder geimpft, in jeder 1000. Spritze befindet sich eine tödliche Nano-Kapsel, die sich an einem bestimmten Datum selbst zerstört. Diese drastische Maßnahme − offiziell der "Nationale Wohlfahrtsakt" − ist ein Gesetzeserlass der Regierung zum Schutz der Gesellschaft vor Unzufriedenheit, Faulheit und Chaos. Die Opfer sind junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren.
In unterschiedlichen Szenarien durchdenkt und durchspielt Autor und Zeichner Motoro Mase mit beklemmender Genauigkeit die Situationen, in die die Betroffenen katapultiert werden. Und er begleitet den Todesboten Fujimoto, in dem sich nach und nach Zweifel an seinem Job regen..


Barfuß durch Hiroshima


BARFUSS DURCH HIROSHIMA ist eine autobiographische Erzählung.
Der sechsjährige Gen - Alter Ego des Autoren Keiji Nakazawa - lebt mit seiner Familie im japanischen Hiroshima. Beim Abwurf der Atombombe auf seine Heimatstadt am 6. August 1945 sterben sein Vater, sein kleiner Bruder und seine Schwester, er uns seine hochschwangere Mutter überleben wie durch ein Wunder.
Eindringlich in Worten und Bildern schildert Nakazawa sowohl persönliche als auch politische Geschehnisse vor dem Inferno, dann das Überleben und Sterben in der zerstörten Stadt. Er prangert in seiner Schilderung nicht nur die Ausmaße der nuklearen Katastrophe an, sondern kritisiert das System des kaiserlich geschützten Militarismus und zeigt auf, was es im damaligen Japan für die Bevölkerung bedeutete, unterdrückt und zu einem fanatischen Nationalsozialismus gepresst zu werden.

Billy Bat


USA, 1949... Kevin Yamagata, Amerikaner japanischer Herkunft, ist Schöpfer des Comic-Bestsellers »Billy Bat«. Hauptcharakter ist eine Fledermaus - der Comic ein Stil-Mix aus klassischen Disney- und Superheldencomics. Plötzlich erfährt Kevin, dass es die Fledermaus-Figur in Japan schon lange geben soll. Hat er »Billy Bat« gar nicht selbst erfunden? Kevin entscheidet sich, nach Japan zu reisen, um mehr darüber herauszufinden und sich beim Schöpfer der Figur für den "Ideenklau" zu entschuldigen. Kaum dort eingetroffen, gerät er in den Strudel dramatischer Ereignisse, die sein Leben auf den Kopf stellen werden...


Buddha


In BUDDHA widmet sich Osamu Tezuka voller Fabulierlust dem Leben und Wirken des Begründers des Buddhismus und entführt den Leser in das historische Indien. Ebenso humorvoll wie auch sozialkritisch erzählt der Großmeister des Manga die abenteuerliche Geschichte des Fürstensohns Siddharta Gautama, der vor ca. 2500 Jahren aus seiner Tradition ausbrach und zum Erleuchteten wurde − fähig seinen Weg aus dem leidvollen Leben zu finden und diesen auch anderen zu weisen.


Blade


Japan im Jahr 1782.
Manji ist ein herrenloser Samurai. Zur Strafe für die Untaten, die er begangen hat, ist er mit dem Fluch der Unsterblichkeit geschlagen. Solange er nicht 1000 böse Männer getötet hat, werden Heilige Blutwürmer, die Kessenchu, immer wieder seine Wunden heilen und dafür sorgen, dass er nicht stirbt, egal, wie schwer er verletzt wurde.
Eines Tages begegnet er Rin, einem 16-jährigen Mädchen, die den Mord an ihren Eltern rächen will. Sie heuert ihn als Helfer und Leibwächter an. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach den Mördern, aber schon bald wird klar, dass Freund und Feind oft nicht leicht zu unterscheiden sind, und dass Rache ein grausames Werk ist, auch für den, der sie ausübt…




Igai The Play Dead/Alive



Als sich in der Schule alle plötzlich in menschenfressende Monster verwandeln, versucht Akira das Mädchen, in das er heimlich verliebt ist, zu retten. Doch vergeblich: Sie verwandelt sich auch in einen Zombie und greift ihn an. Kurz bevor sie ihn beißen kann, verwandelt sie sich jedoch plötzlich wieder zurück ... Doch jetzt geht das Chaos richtig los!


I am a Hero


I AM A HERO ist ein Psychothriller über den Mittdreißiger Hideo, der ein langweiliges und erfolgloses Leben als Manga-Zeichner führt. Als dann die Zombie-Apokalypse beginnt, werden wahre Helden gesucht...!


Lady Snowblood


Sie wurde aus einem einzigen Grund geboren: um Rache zu nehmen. Rache für den brutalen Überfall auf ihre Familie, die sie nie kennen lernte. Zur Welt gekommen im Gefängnis als Kind der Hölle, wird aus Yuki die gefürchtete Lady Snowblood.
Ehre, Würde, Stolz - Werte, die während der Meiji-Dynastie, einer Epoche des Umbruchs der japanischen Gesellschaft von Traditionen der Edo-Zeit hin zur Moderne, an Bedeutung verlieren. Yuki, meisterlich ausgebildet in der Kunst des Schwertkampfes, dient als Auftragskillerin den Traditionalisten und zieht als Lady Snowblood auf ihrer Vendetta gegen die Mörder ihrer Familie eine blutige Spur durch das Land.

Manhole

Eines Tages bricht ein nackter, blutender Mann mitten auf der Straße zusammen... und stirbt, bevor der Krankenwagen eintrifft. Als Todesursache stellt sich eine bisher unbekannte Infektion heraus. Polizei und Gesundheitsbehörden versuchen verzweifelt, der Ursache auf die Spur zu kommen und Panik in der Bevölkerung zu verhindern, währenddessen erkranken mehr und mehr Menschen.
Die ersten Untersuchungen zeigen: Es steckt mehr hinter dieser Epidemie als "nur" eine schlimme Krankheit...



Old Boy




Goto wird entführt und eingesperrt in einen fensterlosen Raum. Sein einziger Kontakt zur Außenwelt ist ein Fernseher. Er weiß weder wer ihn gefangen hält, noch kennt er den Grund. Er weiß nur, dass er sich nicht in einem normalen Gefängnis befindet. Am Leben erhalten ihn intensives Körpertraining und chinesische Mahlzeiten, mit denen er durch eine Klappe versorgt wird. Nach zehn Jahren wird er freigelassen - ebenso unvermittelt wie er seiner Freiheit beraubt wurde. Wer waren seine Kidnapper? Warum wurde er so lange Zeit festgehalten? Wer hat versucht seine Identität zu zerstören? Goto sucht nach Antworten - und gerät mehr und mehr in die Abgründe seiner Vergangenheit...


Pluto


Eine ideale Welt, in der Menschen und Roboter friedlich koexistieren... Doch plötzlich macht jemand - oder etwas? - Jagd auf die sieben großen Roboter der Welt. Als erster wird der weltberühmte Roboter Montblanc zerstört. Interpol setzt den in Düsseldorf ermittelnden Inspektor Gesicht auf diesen seltsamen und äußerst komplexen Fall an - bis dieser erkennt, dass er selbst zu den Gejagten gehört...




Shinanogawa


Japan in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts... Die Zeiten sind hart, insbesondere in der Region, die der Shinano-Fluss seit Anbeginn der Zeit umspült. Harte Winter, magere Ernten und hungrige Wölfe machen den Menschen schwer zu schaffen.
Trotz der vom japanischen Staat seit 1868 erwirkten technischen Modernisierung der Manufakturen gehören junge Mädchen zu den ersten Opfern in den ökonomisch schwierigen Zeiten - als Ausweg bleibt ihnen oft nur das Bordell oder die Fabrik. Unter diesen schwierigen Umständen wächst die junge und hübsche Yukié Takano auf und versucht, ihren eigenen Weg zu gehen...



Uzumaki


In Kurouzu ist irgendetwas seltsam. Ein Einwohner nach dem anderen dreht durch. Und Schuld daran scheinen die Spiralen zu sein...
Kirie glaubt anfangs nicht an die düsteren Theorien ihres Freundes Shuichi, doch logische Erklärungen gibt es einfach nicht.
Der Horror zieht seine Kreise...!



Vagabond


Am Beginn der Geschichte ist Takezo Shinmen noch ein wilder Kämpfer. Am Ende wird er Miyamoto Musashi sein, eine Legende des Samuraizeitalters. Doch er ist nicht nur eine Samurailegende, er ist ein berühmter Zeichner, Holzschnitzer, Gründer einer Schwertkampfschule, dessen Zweischwert-Kampftechnik auch heute noch den “Weg des Schwertes” (Bushido) definiert, sowie Verfasser philosphisch-buddhistischer und strategischer Schriften.


21st Century Boys


Während ihrer unbeschwerten Schulzeit entwerfen Kenji Endō und seine Freunde Otcho, Yoshitsune, Fukubei, Katsumata und Yukiji Setoguchi ein Endzeitszenario, in dem die ganze Welt vernichtet wird. Sie denken sich Bakterienangriffe, Bombenattentate und Riesenroboter aus und spielen die Helden, die die Welt vor einer bösen Organisation retten werden.
Jahrzehnte später kommt es zu Anschlägen in der ganzen Welt, die sich fest an das von ihnen entworfene Szenario halten. Ein geheimnisvoller „Freund“ erscheint als Anführer einer Sekte, der Freundschaftspartei, und kann bald mehr und mehr Macht gewinnen. Der Freund gebraucht dabei ein Symbol, dass sich damals die Freunde ausgedacht haben. Kenji weiß daher, dass einer seiner Freunde aus der Kindheit der Freund sein muss und will ihn aufhalten. Dabei wird er jedoch mit der wachsenden Macht des Freundes konfrontiert, die auch schon zur Polizei reicht. 


Berserk


Ein gewaltiges Schwert schulternd, das seine hünenhafte Gestalt noch überragte, eine linke Hand, aus dem härtesten Stahl geschmiedet, ein schwarzer Umgang, der ihn umhüllte, das war die Erscheinung des Schwertkämpfers, der sich Guts nannte. Er war auf dem Weg zu einem Ort, wo das Blut aus dicken Wolken herniederprasselte, und wo nicht felsen, sondern LEichen sich zu Bergen auftürmten. Die kleine Elfe Puck, die ihn, seit er sie aus höchster Gefahr gerettet hatte, umschwebt und hinterherflattert, ist entzückt von seiner gewaltigen Kraft, aber andererseits graut ihr auch vor der Grausamkeit der Welt, in der Guts zu Hause ist. Auf dem Weg bösartige Dämonenhorden und an Guts Hals ein Brandmal, das sie immer wieder zum ihm führt!


Gute Nacht, Punpun


Punpuns Mutter ist tot und sein Onkel Yuichi und dessen Frau kümmern sich um ihn. Als sein Vater versucht, ihn zu sich zu holen, entschließt sich Punpun, allein zu leben. Alles ist besser, als mit seinem Vater zusammenzuwohnen. Doch sein Leben dümpelt nur so dahin und seine Depressionen werden stärker … Ob die Erinnerung an Aiko ihn retten kann?


Das Feld des Regenbogens


»Du musst einen starken Willen haben. Einen unglaublich starken Willen.«

Das sogenannte Regenbogenfeld hinter der Grundschule lockt jeden an. Sei es Frau Sakaki, die nur einer Schülerin helfen will und sich dabei schwer verletzt, Suzuki, der sich nicht von seiner verzauberten Blechdose trennen kann und sich einfach nur wünscht, dass die Welt untergeht, oder Arie, die besessen ist von der Vorstellung eines dort hausenden Ungeheuers.


Mädchen am Strand


Zu meinem unwissenden Ich gibt es kein Zurück.

Koume ist in Misaki verliebt, Misaki hingegen findet sie langweilig und nutzt sie aus. Um dies zu verarbeiten, flüchtet Koume in eine Affäre mit ihrem Freund Keisuke und entfesselt damit eine Spirale aus Wut und Gewalt. 


What a Wonderful World

Toga hat keinen Elan, um die Welt zu verändern – geschweige denn, sich einen Job zu suchen. Das Leben zieht an ihr vorbei, ihre Lieblingskneipe schließt und sogar ihre Schildkröte hat ein aufregenderes Leben als sie. Und auch Tamotsu und Horita fällt es schwer, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. So leben sie alle in den Tag hinein und hoffen auf eine Veränderung, ohne selbst aktiv zu werden. Sie alle brauchen einen kleinen Schubs, den richtigen Ansporn, um nicht falsch abzubiegen …


Solanin


Meiko und ihr Freund Taneda arbeiten tagein und tagsaus in langweiligen Bürojobs und hätten nach der Uni viel lieber etwas Aufregendes erlebt. Als sich Meiko entschließt ihren Job hinzuschmeißen, stellt sie Taneda vor vollendete Tatsachen und bringt damit einen Stein ins rollen, den sie nicht mehr aufhalten kann.

Sun-Ken Rock


Der junge Japaner Ken ist in seine koreanische Mitschülerin Yumin verliebt. Als diese in ihre Heimat zurückkehrt, folgt er ihr, um – so wie sie – Polizist zu werden. Doch dann kommt plötzlich alles ganz anders: Ken gerät in eine Schlägerei und beeindruckt eine Gangsterbande mit seinen Kräften so sehr, dass sie ihn spontan zu ihrem Boss machen wollen. Da Ken ohne Schulabschluss in einem fremden Land keinen Plan B hat, willigt er ein …


Terra Formars



Wir schreiben das Jahr 2599. Es ist an der Zeit eine Mission zu erfüllen. 15 junge Menschen fliegen auf den Mars, um die vor Jahren im Zuge eines Terraforming-Projektes dort ausgesetzten Kakerlaken zu vernichten. Ein blutiger Albtraum nimmt seinen Lauf, denn die Kakerlaken sind mutiert. Sie sind groß, schnell, stark und töten eiskalt jeden der ihnen begegnet. Der zerstörerische Kampf der Crew gegen die Monster beginnt …


Dark Hideout


Es sollte eine Auszeit von den ewigen Streitereien sein, welche die Beziehung des jungen Ehepaars Miki und Seiichi belasten. Denn dass ihr kleiner Sohn durch einen Unfall ums Leben kam, kreidet Miki allein ihrem Mann an. Ein Urlaub auf einer verträumten Insel soll helfen, mit dem Schicksalsschlag abzuschließen ... doch dann kommt alles anders! Die beiden werden von gnomenhaften Gestalten gefangengenommen. Ein grausamer Kampf ums Überleben beginnt ...



Und zum Schluss noch einige Manga meines Lieblingsmangaka Hiro Kiyohara
Besonders hier sieht man, dass sich der Zeichenstil von dem 0-8-15-Mangastil abhebt, etwas mehr Details und Realismus reinbringt und dennoch ästhetisch und mangatypisch aussieht und nicht ganz so düster ist wie die anderen vorgestellten Manga.


Can you hear me?


Eines Tages klingelte das „Telefon im Kopf“ der einsamen Schülerin Ryo. Ihr Gesprächspartner ist Shinya, der genauso wie sie ein imaginäres Handy besitzt. Seit diesem Tag kommunizieren die beiden mit dem Handy, das nur in ihren Köpfen existiert. Doch dann, als Ryo Shinya endlich auch einmal persönlich kennen lernen will und auf ein Treffen drängt, erfährt sie die grausame Wahrheit ...


Kizu


Vom Vater misshandelt und von der Mutter verlassen - Keigo wächst in grausamen Verhältnissen auf. Doch dann trifft er den stillen Jungen Asato, der dasselbe durchzumachen scheint wie er. Sich gegenseitig Halt gebend machen die beiden eine unglaubliche Entdeckung und Asato nimmt unbegreifliches Leid auf seine schmalen Schultern. Kann Keigo den verzweifelten Asato retten bevor es zu spät ist? Eine Realität wie sie selten in Geschichten zu finden ist ... gnadenlos erzählt und erschütternd inszeniert!


Nachdem ich diese Manga gefunden habe, bin ich selbst auf den Geschmack gekommen und möchte in Zukunft auch mal etwas anspruchsvollere Manga konsumieren. Durchaus ist die realistische Darstellung von Gewalt, Sexualität und anderen Dingen nicht immer etwas, was ich gut finde. Teilweise wird es auch etwas „zu“ realistisch dargestellt, sodass ich ein ziemlich unschönes Gefühl in der Magengegend bekomme oder mich nicht traue hinzusehen. Andererseits finde ich den Zeichenstil auch gut, weil es eben mal was anderes ist und man dadurch vielmehr auf die Zeichnungen achtet und der Inhalt umso eindrucksvoller auf mich wirkt. Was mich aber doch mehr reizt als nur die optische Abwechslung sind die Inhalte, die mit recht realistisch gezeichneten Manga einher gehen. 

Besonders interessant würde ich die Manga von Asano Inio finden, da hier vor allem der Reifungsprozess von Jugendlichen wie auch psychologische Probleme im Vordergrund stehen, für die ich eine Vorliebe habe. Auf der anderen Seite wecken mein Interese auch Manga wie Ikigami, die ein Endzeitszenario und futuristische Ideen vereinen, woran ich mich bisher nicht getraut habe. Eher abschreckend sind für mich solche Horrormanga wie Uzumaki oder Igai, deren Bilder sich fest in mein Gedächtnis einbrennen und mich wahrscheinlich ewig verfolgen würden. Ich bin nicht so der Freund von viel Gore und Splatter, ob nun bei Manga, Anime oder Filmen. Ich finde es relativ schade, dass es hierzulande im Vergleich zu den Mainstream-Manga doch nur eine recht beschauliche Anzahl an anspruchsvollen Manga gibt und würde mir in Zukunft mehr wünschen. Wenn man bedenkt, wie viele Shoujos, Shonen oder BL-Manga es im Kontrast dazu gibt, wäre Abwechslung wirklich mal angebracht. Jedoch zeigt sich daran ja auch die Popularität dieser Genres und die Fans wollen natürlich auch mehr davon sehen.


Zum Schluss würde ich gerne wissen, was ihr von solchen alternativen Manga, von Gekiga und auch sonstigen Manga haltet, die mehr in Richtung Realismus tendieren. Mögt ihr solche Manga, lest sogar recht viele davon oder macht ihr einen Bogen darum? Was reizt euch daran oder was verschreckt euch? Kann mal solche Manga wirklich als Manga bezeichnen? Was macht generell Manga aus? Habt ihr eventuell noch weitere Lesetipps? ;)


Kommentare:

  1. Eine sehr gute Idee für einen beitrag, auch wenn ich ihn Privat geteilt hätte, ab der vierten Mangabeschreibungen habe ich den Rest schlicht übersprungen, auch würde ich die Bilder und Texte enger zusammenführen, denn man kommt manchmal durcheinander welches Bild nun zu welcher Beschreibung gehört.

    Ansonsten ein sehr interessanter Bericht, ich privat hatte keinerlei Ahnung das Manga in japan auch mal nur für Kinder gedacht war (wobei das urteil ja auch noch hierzulande gilt) und einige schöne Werke die du hier aufgelistet hast nenne ich auch mein eigen, Kito Mohiro z.B. hatte immer sehr interessante und verstörende Werke zu bieten, ebenso natürlich wie Osamu Tezuka.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für deine Kriitik, die werde ich natürlich beherzigen.

      Es ist mir immer eine Freude, wenn ich meinen Lesern neues Wissen vermitteln kann. ;)

      Löschen