Sonntag, 15. Februar 2015

Review: Katanagatari


Ein wahres Kunstwerk...

Inhaltszusammenfassung:

Yasuri Shichika, der siebte Nachfolger der Kyoto Ryu Schwertkunst, lebt auf einer isolierten Insel mit seiner älteren Schwester Nanami.
Eines Tages wird Shichika von einer Frau namens Togame besucht, die ihn bittet ihr Gehilfe auf der Suche nach den zwölf vollkommenen Schwertern des legendären meisterlichen Schwertschmid, Shikizaki Kiki, zu werden. Shichika und Togame beginnen ihre Odyssey und sehen sich mit zwölf Individuen konfrontiert, die ihre legendären Schwerter mit aller Kraft beschützen. (Quelle: Myanimelist)


 




Meine Meinung:

Story, Charaktere und Unterhaltungswert:

Auf den ersten Blick mag die Inhaltszusammenfassung wenig reizen und wenn man erst einmal paar Episoden geschaut hat, wird man merken, dass jede Episode vom Aufbau her ähnlich ist. Shichika und Togame versuchen zunächst einmal heraus zu finden, wer das legendäre Schwert inne hat, sammeln Informationen und denken sich Strategien aus, wie sie das Schwert an sich reißen können. In jedem Falle muss Shichika gegen den Besitzer des Schwertes kämpfen, da führt meist kein Weg vorbei. Doch der eigentliche Kampf dauert meist nur einige Minuten, wenn nicht sogar nur wenige Sekunden. Den Großteil der Episoden reden die beiden Protagonisten miteinander. Wie kann das jetzt nun wirklich interessant sein, wenn vor allem der Anime doch recht episodisch ausfällt, was man nicht verleugnen kann?

Zunächst einmal stimmt es eindeutig, dass der Anime auf das Prinzip „Schwert der Woche“ reduziert werden kann, jede Episode verläuft wirklich ähnlich und es gibt eigentlich keine so wirkliche Filler-Folge. Doch es wird niemals wirklich ermüdend, langweilig oder vorhersehbar. Das Besondere an der Story ist, dass die Bosse immer wieder anders sind. Sie zeichnen sich als denkwürdige, individuelle Figuren aus, die unterschiedliche Motivationen haben, das Schwert in ihren Besitz zu halten. Es gibt einen herrenlosen Samurai, der sonst nichts anderes hat, was er beschützen kann. Eine andere Figur nutzt das Schwert, um anderen zu helfen, also für den guten Zweck. Wiederum eine andere Figur nutzt das Schwert, um eigene Schwächen auszugleichen. Man könnte das ewig fortführen, Fakt ist jedoch, dass jede der Gegner das Schwert sich aus eigenen Gründen angeignet hat. Auch weist so gut wie jede der Gegnerfiguren eine Hintergrundgeschichte vor, die sie irgendwo unverwechselbar machen. Während in anderen Anime die Gegner meist einfach nur böse sind, weil sie es sein wollen, gibt es diese Schwarz-Weiß-Malerei bei Katanagatari einfach nicht, zumindest trifft sie auf den Großteil der Figuren nicht zu. Ich fand es besonders schön, dass man irgendwo auch das Verhalten und die Motive der Figuren gut nachvollziehen und daher Sympathie zu einigen entwickelt hatte. Umso mehr fürchtete man sich vor dem eigentlichen Kampf, weil man immer der Ansicht war, dass es da um Leben oder Tod geht und man fast sicher sein konnte, dass Shichika den Gegner platt machen würde. Erfreulicherweise musste das Gott sei dank nicht sein, in anderen Fällen aber war man umso bestürzter und trauriger, dass es doch so kommen musste.


Schön fand ich, wie Togame zu Beginn des Anime drei Regeln aufstellte: 1. Shichika darf auf keinen Fall die Schwerter zerstören oder sie schädigen 2. Er soll Togame um jeden Preis beschützen und 3. Er darf selbst keine Verletzungen davon tragen
Daran hielt sich Shichika und ich fand es so toll, wie es sich am Ende so auflöste, dass diese Regeln ihn daran hinderten als Fesseln sein wahres Potenzial auszuschöpfen und wie er dann gegen alle Regeln bricht. Ein absolutes tolles Ende, worauf ich später noch einmal eingehen möchte.


Jedenfalls waren es nicht nur die Gegner, die besonders waren, sondern natürlich auch ihre Fähigkeiten und die Schwerter an sich. Zunächst hatte jedes Schwert seine eigene Besonderheit. Nicht immer musste es sich um ein Schwert im herkömmlichen Sinne handeln, es konnte genauso gut auch eine Puppe sein oder sogar eine Rüstung. Man hatte sich immer viel einfallen lassen, dass jedes Schwert zu etwas Besonderem wurde, was sich natürlich auch auf den Kampf und die Strategien auswirkte. Nicht immer hat es was gebracht, dass Shichika drauflos haute, öfters mal musste auch Togame´s messerscharfer Verstand eingesetzt werden, was ich echt cool fand. Beides hatte sich super ergänzt und wenn es Togame nicht gegeben hätte, hätten sie so manche Kämpfe nicht gewonnen. Besonders schön fand ich dies in der einen Episode, in der sie gegen die Puppe, die selbst das Schwert ist, kämpfen mussten. Das Gute war ja, dass man ihre Bewegungen und Attacken gut erahnen konnte, weil sie eben kein Mensch war. Togame zeigte hier ihre Klugkeit, indem sie die Puppe genau studierte und alles einzeichnete und markierte und genau wusste, was die Puppe für Attacken drauf hatte und woraus sie eigentlich bestand. So konnte man genau wissen, was die Puppe als nächstes anstellte und war keiner bösen Überraschung ausgeliefert. Ich war ehrlich gesagt tief beeindruckt. Aber das ist nur ein Beispiel dafür, dass Togame eben auch etwas drauf hat. In den meisten Anime sind solche Figuren, die wenig zum eigentlichen Kampf beitragen können, meist nebensächlich und haben keine Bedeutung. Doch in Katanagatari braucht man beides physische Kraft und guten Verstand, um die Kämpfe zu bestreiten.

Auch wenn man annehmen könnte, dass es wenig Story gab, so muss ich dem widersprechen. Klar war jede Folge irgendwie gleich aufgebaut, aber jede Episode hatte eine abgeschlossene Story an sich, die echt gut unterhalten aber auch zum Nachdenken anregen konnte. Die Schicksale der einzelnen Bosse waren mehr als nur berührend und es wurden viele Ideen und Konzepte eingebaut, die immer für frischen Wind sorgten. Was ebenso schön war, dass es doch eine übergeordnete Story gab, die sich aber erst ab der zweiten Hälfte allmählich entfalten konnte. Die Suche nach den Schwertern hat ja einen bestimmten Grund und gegen Ende des Anime ist man eigentlich nur geschockt, was der Grund eigentich war. Ich hatte dazu ja schon kurz etwas gesagt, aber will nicht zu sehr auf das Ende eingehen. Jedenfalls erwartet euch hier eine der besten Plottwists überhaupt und ihr werdet mit offenen Mündern auf eure Bildschirme starren und sagen: „OMG! Das kann einfach nicht sein! Ich will und kann das nicht glauben! -.-“ Ich spreche aus Erfahrung, denn so habe ich nämlich reagiert. Ich dachte so gegen Ende, yay, die beiden sammeln alle Schwerter und werden danach glücklich bis an ihr Lebensende zusammen bleiben, zumal sie über ihre Zukunft gesprochen hatten. Alles wirkte positiv, bis ein Ereignis alles zerstörte, alles geriet aus den Fugen und die Story nahm eine so konträre Richtung, dass ich es immer noch nicht glauben kann. Ehrlich gesagt fand ich das Ende sehr spektakulär und einfach wahnsinnig geil gemacht. Die Kämpfe waren super und es war wirklich ein würdiges Ende, aber die Auflösung gefiel mir dennoch nicht. Ich konnte es einfach nicht verkraften und sehe das Ende daher etwas kritisch und zwiegespalten.


Ich fand es im übrigen cool, als ich bemerkte, dass Katanagatari mehr um Geschichte an sich handelte und wie die allgemeine, große Geschichte das Schicksal der Figuren bestimmte. Im Endeffekt waren sie alle Marionetten und konnten nichts dagegen tun, sie konnten versuchen sich anzupassen oder dagegen ankämpfen, doch meistens haben sie verloren. Katanagatari war eine Geschichte über Verluste und Niederlagen, eine Geschichte, die versuchte die Fehler wieder gut zu machen, um neue Zukunftsperspektiven zu ermöglichen. Ich war zunächst total verwirrt, konnte nichts damit anfangen und habe noch einmal darüber nachgedacht und nachgelesen. Auf einmal machte alles Sinn und ich war erstaunt, wie viel philosophisches Potenzial diese Geschichte aufwies und was für eigentliche Geschichte dahinter steckte. Ich bin echt baff und werde einige Zeit brauchen, bis ich das verdauen kann.

Im übrigen sind Togame und Shichika nicht die einzigen, die versuchen die Schwerter an sich zu reißen. Da gäbe es zum eine eine Ninja-Sippe, die liebevoll als „Maniwani“ bezeichnet werden. Es sind Ninjas, die noch mal in einzelne Gruppen unterteilt werden. Ich fand es lustig, wie jede der Gruppen bestimmte Tiersorten verkörperte. Es gab die Vögel, die Bestien, die Wassertiere und auch die Insekten. Dass die Ninjas, dann in solche Tierkostüme steckten, fand ich ebenfalls belustigend und man konnte sie eigentlich nicht ernst nehmen. Jedoch hatten sie ihre eigenen Tricks und Attacken drauf, wo man überraschend festellen musste, dass sie doch eine ernste Gefahr darstellen.
Was ich im übrigen einerseits ziemlich doof, andererseits cool fand, dass man den Figuren irgendwie auch etwas Persönlichkeit und Hintergrundgeschichte gab. Traurig fand ich dann aber, dass die Maniwanis recht schnell erledigt wurden, wodurch man sich dachte: „WTF? Wieso werden erst Gefühle für sie entwickelt, wenn sie im Endeffekt gleich wieder sterben?“ Man fühlte sich verraten und irgendwie auch blöd, weil man die Figuren dann doch etwas mochte. Auch hier gab es meiner Meinung keine Schwarz-Weiß-Malerei, vielmehr ist aufgefallen, dass die sich die Figuren innerhalb von Schwarz und Weiß bewegten und eher die Grautöne inne hatten. Während der Kämpfe gegen einige Maniwanis war ich hin und her gerissen, auf welche Seite ich war. Es gab z.B. mal eine Episode, in der eigentlich eher die Perspektive der Maniwanis eingenommen wurde, wodurch ich mit ihnen mitfühle und sie bei ihren Kämpfen anfeuerte. Dann hatte mich überrascht, dass ausgerechnet eine Figur, von der ich nicht erwartet hätte, sich als bösartige und sadistische Figur heraus stellt. Ich war in einem Zwiespalt. Man konnte nicht mehr so genau sagen, wer jetzt nun gut oder böse war.


Dann gebe es noch die eine Prinzessin mit ihrem unglaublich treuen Gefährten, der früher einmal ein Ninja war und persönlich etwas gegen die Maniwanis hat. Die Prinzessin ist wirklich total intrigant und herablassend und behandelt ihren treuen Diener wie den letzten Dreck, obwohl der ihr so ergeben ist. Der Diener erscheint mir etwas zwielichtig, ich dachte einerseits zwar, dass er der Prinzessin treu ist, aber seine eigenen Pläne verfolgt. Im Endeffekt stimmte das dann doch nicht. Der Diener war ein wandelndes Mysterium und bis zum Ende konnte man nie erfahren, wer er wirklich ist. Echt schade. Die Prinzessin ist schon ein Plottwist an sich, als ihre wahre Funktion und Identität entblößt wird. Und ich fand es auch angenehm überraschend, dass sie obwohl sie sich ständig mit Togame anlegte, gar keinen Groll gegen sie hegte. Im Endeffekt übt sie im übrigen eine sehr wichtige Rolle gegen Ende des Anime aus, womit ich nicht gerechnet hätte. Sie ist zwar keine Figur, die ich mochte, aber doch interessant fand.




Was ich ebenfalls an den Figuren toll fand war, dass die Protagonisten während ihrer Reise ihre eigene Persönlichkeit weiter entwickelten.
Shichika war zunächst extrem weltfremd, hatte keine Ahnung und wurde sozusagen wie ein Schwert groß gezogen, was nicht denken und fühlen sollte. Dementsprechend zeigte er zu Beginn nahezu keine Mimik und Emotionen, was sich im Laufe der Geschichte stark änderte. Später wird er als regelrechter naiver, fröhlicher und kampflustiger Kerl dargestellt, der alles recht locker nimmt und irgendwie ein sonniges Gemüt hat. Außerdem scheint er kein Interesse an Körperlichkeiten zu haben, was lustig ist, wenn man Togame nackig vor ihm stehen sieht und er sich absolut nichts anmerken lässt.
Ich fand es irgendwie lustig, dass er gleich zu Beginn sagte, dass der Togame verfallen war, obwohl er doch bis dahin noch gar nicht wusste, das Gefühle und überhaupt Liebe sind. Umso schöner ist es aber, wie die beiden während ihrer Reise eine immer intensivere Bindung zueinander aufbauen. Man merkt an den einzelnen kleinen Szenen vor und nach den Kämpfen, wie nahe sich die beiden stehen. Das äußert sich darin, dass sie ganz natürlich den anderen berühren und einfach die Anwesenheit des anderen wert schätzen. Shichika lernt zum ersten Mal wie es ist, so jemanden an seiner Seite zu haben und jemanden zu lieben. Er geht aus sich heraus, lernt immer wieder Neues, indem er gegen die anderen Gegner kämpft. Er lernt fürs Leben und zum ersten Mal reflektiert er auch über sein Handeln und über die Erfahrungen, die er gemacht hat. Nicht immer war es schön, er musste sich auch negativen Erlebnissen stellen, doch im Endeffekt ist er zu seiner inneren Ruhe und seinem Gleichgewicht gekommen. Er wurde dank Togame zu einem wirklichen Menschen, was sowohl positiv als auch negativ war. Negativ vor allem, weil er dadurch „weicher“ wurde und sich von seinen Gefühlen verleiten dies. Den absoluten Höhepunkt und seine Vollendung erreicht er in der 11ten bzw. 12ten und letzten Episode, in der ein Schicksalsschlag ihn gänzlich befreit und er nach seinem und nicht nach Togame´s Willen handelt.


Togame ist auch eine ganz besondere Figur, die ich genauso wie Shichika echt ins Herz geschlossen habe. Zunächst wirkt sie sehr klein, loli-mäßig und wie eine Semi-Tsundere. Doch im Laufe der Handlung, zeigen sich immer mehr Facetten, die sie schließlich auch glaubwürdiger macht, als alle andere weiblichen Figuren in Anime zuvor. Sie ist im wahrsten Sinne eine Strategien, ihre große Stärke ist ihr Kopf, mit dem sie so einige Hindernisse überwinden konnte. Wenn es darum geht, ihr Ziel zu erreichen, kann sie eiskalt und unerbittlich sein. Auch wenn sie öfters recht erwachsen, ernst und verantwortungsvoll wirkte, kann sie auch manchmal echt kindisch und sehr eifersüchtig sein. Sie hat auch stets Angst was andere von ihr denken und jedes Mal, wenn sie irgendetwas falsch gemacht hatte, macht sie sich eigentlich selbst zum Trottel. Sie ist total liebesbedürftig und macht in der Beziehung zu Shichika immer den ersten Schritt. Wenn er irgendetwas tut, was ihr nicht passt, haut sie ihn auch gerne und bezeichnet ihn als dumm, was wohl auf ihr Tsundere-Wesen hindeutet, aber so ganz kann man sie eben doch nicht in diese Schublade stecken. Es gab so viele Stellen in dem Anime, wo ich sie auch total niedlich fand und am liebsten knuddeln wollte. Auch sie durchlebt während der Reise eine Charakterentwicklung, in der sie sich den Ängsten und schlimmen Erfahrungen der Vergangenheit stellen muss. Sie musste mit ansehen, wie ihr eigener Vater geköpft wurde, schrecklich wenn man bedenkt wie jung sie war. Das war auch der Auslöser dafür, dass ihre Haare weiß geworden sind. Während sie zunächst niemandem ihr Herz öffnen wollte, weil sie zuvor schon von zwei Verbündeten betrogen wurde, tut sie es doch zunehmend und verliebt sich in Shichika, der ihr wieder Lebensfreude gibt. Sie lächelt mehr, hat Spaß und fühlt sich geborgen. Jedoch stellt sich dann gegen Ende in einem echt harten Plottwist heraus, dass alles doch anders ist, als wir es uns gedacht hatte. Man erkennt, dass Togame irgendwie alle verarscht hat und nur mit uns gespielt hat...das tat dann echt weh.


Was übrigens ganz ganz toll an dem Anime war, dass er aufgrund seiner Episodenlänge von etwa 50 Minuten, natürlich viel Zeit hatte, um eine ordentliche Story einzuleiten, aufzubauen und zum Ende zu bringen. Man fühlte sich nach jeder Episode ganz zufrieden und gut unterhalten. Einige mögen vielleicht bemängeln, dass so viel Action gar nicht war, aber lieber Qualität statt Quantität. Auch wenn die Action vielleicht etwas kurz kam, war sie technisch super gut gemacht und so spannungsreich, dass man damit glatt über zufrieden war. Im Gegensatz zu anderen Shounen wird nicht ständig gekämpft und vorallem nicht grundlos. Die Kämpfe in Katanagatari waren vielleicht nicht wahnsinnig originell, aber so gestaltet, dass sie rasant, dynamisch und packend waren. Ich fand es so cool, wie Shichika seine Final Blows gemacht hat und es ausnahmsweise nicht uncool war, wenn jemand seine Attacken zuvor ausrief. Denn immer wenn Shichika das gemacht hat, wurde kurz ein schwarzer Bildschirm gezeigt mit den Schriftzeichen für die folgende Attacke und danach wurde diese fix durchgeführt. Das war einfach einmalige Klasse, die Inszenierung der Kämpfe ist spitze und jeder der was anderes sagt, hat keine Ahnung. Doch der Anime hatte neben der Action und eine gute Portion Comedy, die vor allem auf den Interaktionen zwischen Shichika und Togame baute. Klar war es teilweise textlastig, aber das was sie sagten, stimmte einfach. Selten hat man so kluge Dialoge wie in Katanagatari gesehen, die auch unterhalten konnten, ohne langatmig zu wirken. Die beiden haben immer sehr lustig miteinander agiert und ihre Kommentare waren so herrlich amüsant, dass ich immer wieder lachen/schmunzeln musste. Ich liebe auch die Attacken von Togame und ihre Ausbrüche, wenn sie irgendetwas total verhaute. Ich liebe die Annäherungsversuche und die Eifersuchtsattacken von Togame und mochte es wie Shichika sie immer piesakte. Wie die beiden ganz normal miteinander umgingen und sich umarmten und berührten, das war einfach so süß.



Animationen und Optik:

Man muss den Zeichenstil mögen oder lässt es bleiben. Er ist auf jeden Fall sehr eigen und erinnert einen an die alte, japanische Malerei und an Spiele wie Okami. Man könnte sagen, dass der Stil auf das Wesentliche reduziert und detaillarm ist, aber ich empfand es ehrlich gesagt nicht als schlimm. Ich mochte das eher an dem Anime. Irgendwie hatte der Anime dadurch noch mehr etwas von einer Bilderbuchgeschichte und verstärkte überhaupt auch die Atmosphäre und das Setting, schließlich spielte sich ja alles auch im alten Japan ab. Mir gefiel dieser malerische Charakter und die Figuren waren meiner Ansicht recht individuell gezeichnet, man kann sie dadurch auch noch in Zukunft gut im Kopf behalten. Ich muss echt sagen, dass ich diesen Zeichenstil über alles liebe und deswegen der Anime umso mehr Eindruck auf mich machte. Die Farben sind im übrigen wunderschön und so ausdrucksstark. Die Hintergründe sind wahnsinnig gut gemacht und man merkt einfach nicht, dass es ihnen an Details fehlte. Sie konnte mir dennoch den Atem rauben und ich hätte stundenlang diese betrachten können. Animationstechnisch sticht der Anime eindeutig aus der Masse hervor, auch wenn Kampfszenen nicht im Übermaße vorhanden sind. Wenn sie auftauchen, dann sind sie richtig genial gemacht. Die Animationen sind von guter bis sehr guter Qualität und ich fand auch, dass obwohl die Figuren so sehr gezeichnet aussahen, trotzdem so viel Ausdruck in ihrer Gestik und Mimik hatten.




Musik:

Die Musik unterstützte auf jeden Fall die jeweiligen Szenen und sorgte für eine wundervolle, passende Atmosphäre. Im Gegensatz zu anderen Anime ist mir die Backgroundmusik sehr stark aufgefallen, besonders diese Musik, wenn Shichika anfing im Kampf richtig ernst zu machen. Diese eine Melodie hat sich so stark in mein Gedächtnis gebrannt, dass ich sie nie wieder vergessen werde.






Fazit:
Was bleibt am Ende zu Katanagatari zu sagen? Es ist ein Anime, der sich eindeutig vom Einheitsbrei abhebt, allein schon durch den sehr individuellen Zeichenstil, durch die gut inszenierten, eindrucksvollen Kampfszenen, durch die klugen und amüsanten Dialoge. Der Anime verbindet einfach so viele neue, abwechselungsreiche Ideen, wodurch er trotz episodischem Aufbau niemals langweilt. Doch was den Anime meiner Ansicht nach noch mehr auszeichnet, sind einfach die wundervollen und facettenreichen Figuren mit all ihren Widersprüchen und die eigentliche, unterschwellige Hintergrundgeschichte, die alle Episoden wie einen roten Faden verbindet und am Ende für viel Verwirrung und Erstaunen sorgt.







Kommentare:

  1. Hab mir gerade den Anime angesehen (also - im Sinne von mich darüber informiert) und muss sagen - oh boy, I know what I'll watch next :P - aber - ist der Manga erst jetzt hier in Deutschland angekommen? Das wäre doch ziemlich spät, ist immerhin 5 Jahre seit Animestart her...
    Und dabei fällt mir irgendwie ein, wie schade es ist, dass ich mir irgendwie nie Animestuff holen kann - das ganze Fan-Merchandise ist oftmals so überteuert... hast du welches?

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    1. Das finde ich doch mal schön, wenn der Anime dein Interesse geweckt hat. :)
      Ehrlich gesagt wusste ich gar nicht, dass es dazu auch einen Manga gibt. Danke für die Information! Also an Animesachen habe ich auch nicht sehr viel, bis auf eine Animefigur und ein paar DVDs und kleinere Sachen. Wenn ich das Geld hätte, würde ich mir natürlich auch mehr holen, aber es ist eben doch sehr teuer. *seufz*

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