Sonntag, 18. Mai 2014

Was könnte man an Animes und Manga verbessern?


In meinem Beitrag Warum liebe ich Animes und Mangas?
habe ich bereits darüber philosophiert, welche Aspekte mich an Animes und Mangas fasziniert und was ich an ihnen im Vergleich zu anderen Medien schätze. Nun gehört zum kritischen Beurteilen aber nicht nur dazu die positiven Seiten von etwas zu erwähnen, sondern auch die Schwächen und Fehler aufzudecken. Für mich als Fangirl ist es insofern schwierig Kritik auszuüben, da ich selbst jemand bin, der vieles verzeihen kann und auch mal über Kritikpunkte hinweg sehen kann. An dieser Verhaltensform möchte ich aber in Zukunft etwas ändern und meinen Blick bezüglich Schwächen und Fehler schärfen und daher wird mein heutiger Beitrag sich darum drehen allgemeine Mängel von Animes und Mangas aufzudecken und eventuell Verbesserungsvorschläge zu bringen. Ob dies nun sinnvoll oder nicht ist, bleibt jedem selbst überlassen. Ich finde, dass es auch mal notwendig ist, sich darüber Gedanken zu machen.





Zunächst einmal ist auffällig, dass fast alle Animes sich Jugendliche als Protagonisten haben, die dann teilweise auch noch einen überaus kindischen Charakter aufweisen. Nun spekuliere ich, dass die Japaner besonders jugendliche Figuren als Helden verwenden, da sie die Jugendlichkeit über alles schätzen und sehr an ihrer Schulzeit hängen. Das wäre vielleicht eine mögliche Antwort, weswegen in vielen Animes nicht die Erwachsenen die tragenden Rollen spielen. Das Problem, dass sich mir dabei stellt ist, dass gewisse Genres weniger glaubwürdig umgesetzt werden können, wenn Jugendliche oder sogar Kinder sich beispielsweise gegenseitig abschlachten oder als Auftragskiller agieren. Natürlich hat es irgendwo einen gewissen Reiz, nehmen wir nur einmal das Beispiel von Higurashi, in denen Jugendliche in ihrer Gewalttätigkeit und Mordlust präsentiert werden. Es hat sicherlich einen anderen Effekt, wenn es eben nicht kleine süße Mädchen sind, die sich gegenseitig an die Gurgel gehen. Aber stellen wir uns nun die Geschichte von „Monster“ vor, in der hauptsächlich nur Erwachsene zu sehen sind. Das macht auf mich schon einen realistischeren Eindruck und ich kann den Inhalt auch ernster nehmen. 
Ich will jetzt nicht andeuten, dass ich alle Animes mit einem jugendlichen Cast verfluche, vielmehr möchte ich damit aussagen, dass es schöner wäre, wenn man in bestimmten Genren wie Psychological, Mystery, Horror, Thriller und andere eher Genres für reiferes Publikum auch Erwachsene nehmen würde. Wenn dagegen aber Kinder und Jugendlich verwendet werden und die sich dann wie Erwachsene verhalten, ich weiß nicht, irgendwie wirkt das auf mich dann eher gekünstelt. Und seien wir mal ehrlich, einige von uns Fans sind nicht mehr 20 oder jünger und wir hätten vielleicht gerne mal Figuren, mit denen wir uns altersmäßig besser identifizieren können.




Das Problem mit den jugendlichen und kindlichen Protagonisten führt mich zu meinem zweitem Kritikpunkt, nämlich das meistens sehr verniedlichte, kindliche Design von einigen Animefiguren. Das mag zwar meinem Text über meine Liebe zu Animes/Mangas widersprechen, da ich ja gerade dieses süße Charakterdesign toll finde. Aber mal ehrlich, es gibt einen Haufen von Animes, die sich äußerlich sehr ähnlich sind und manchmal würde ich etwas mehr Abwechslung auch bevorzugen. Ich mag zwar dieses Design, aber genauso empfinde ich auch „realistischere“ Design a la Monster als gelungen und eben auch als etwas Besonderes. Aber es muss ja auch nicht immer ein überaus extravagantes Charakterdesign sein, ich würde mich auch mit etwas zufrieden geben, was eben nicht 0-8-15-Animezeichenstil entsprechen würde. Ihr fragt euch sicherlich, was mir da vorschweben würde, aber ich muss euch leider enttäuschen, ich weiß es selbst nicht so genau. Schön wäre z.B. dass die Figuren ihrem Alter äußerlich mehr entsprechen würden und sie nicht jünger aussehen als sie sind. 




Bleiben wir doch noch ein wenig bei den Charakteren, denn auch bezüglich der Persönlichkeiten habe ich ein wenig zu kritisieren. Animes und Mangas bieten sich ja förmlich für Stereotypen an und in keinem anderen Medium wird hier so viel Gebrauch gemacht wie hier. Klar lassen sich alle Figuren, selbst die komplexsten auf Stereotypen reduzieren, aber die Sache ist, dass in vielen Animes, in denen Charaktertiefe ein Fremdwort ist, die Figuren eben wirklich nur einfachen Stereotypen entsprechen und man sie charakterlich einfach nicht weiter ausbaut. Wenn ihr meinen Blog verfolgt, werdet ihr sicherlich auch meine Beiträge zu Charaktertypen gelesen haben, die fast in jedem Anime auftauchen. Mein Problem bei den meisten Animes ist also, dass die Figuren zu stereotyp sind und dadurch Individualität und besonders Lebendigkeit sowie Identifikation flöten geht. Man findet immer irgendwo ein Mädchen, dass einen auf Tsundere macht, den Protagonisten aufgrund dummer Missverständnisse eins über brät und dann in intimen Augenblicken ganz zahm wird. Oder da haben wir das überaus liebenswerte Mädchen, dass unheimlich in den Helden verliebt ist. Als es aber merkt, dass es Konkurrenz bekommt, verwandelt es sich zu einer rasenden mordlustigen Furie. Oder wir haben den typischen Harem-Waschlappen, der aus gott verdammt was weiß ich Gründen, einen Haufen Weiber anzieht und das nicht mal checkt, der Idiot! Und dann landet er von einer erotischen Situation in die nächste peinliche und das bringt natürlich total viele Lacher. Ich habe das schon oft gesehen und empfinde das als langweilig! Die Figuren bleiben einfach flach, es fehlt ihnen an Tiefe und sie haben immer die gleichen Eigenschaften; sie werden also uninteressant. Klar sind nicht alle Figuren haar genau gleich, es gibt schon ein bisschen Variation, aber das ist zu wenig für meinen Geschmack. Ich sehne mich nach Figuren, die besonders und individuell gemacht sind und mich einfach fesseln. Nur leider gibt es solche Figuren eher selten, was ich sehr bedaure. Und leider wird es wohl in Zukunft auch so bleiben, denn die Animeindustrie baut auf solchen Stereotypen und diese sprechen wohl die japanischen Otaku am meisten an. 


Genug von den Figuren, mein nächster Kritikpunkt führt mich zu den Handlungen in Animes. Und genauso wie bei den Charakteren bemängele ich an den Geschichten, dass hier zu wenig Wert auf Originalität gesetzt wird. Ja es mag stimmen, dass es schon sehr krasse Geschichten im Animebereich gibt, die man so in Büchern und Filmen noch nie zuvor gesehen hat. Beispielsweise der typische Plot eines jugendlichen Heldens, der in einem Mecha gegen irgendwelche außerirdischen Lebensformen kämpfen muss. Und auch weiterhin gibt es viele verrückte Plots und das liebe ich so an Animes. Jedoch ist mir aufgefallen, dass in einigen Genres wie Slice-of-Life, Harem, Shounen und Shojo der Plot immer nach dem gleichen Schema umgesetzt wird. 


Slice-of-Life besitzt erst gar keinen wirklichen Plot, es geht immer nur um ein paar Mädchen, die in den Tag hinein leben und deren Alltag einen entzücken soll, aber das Gegenteil bewirkt. Bei einigen Exemplaren wären mir fast die Augen zu gefallen so langweilig wirkte alles auf mich. Hier hätte ich den Wunsch, dass man einfach mehr aus dem Konzept Slice-of-Life macht. Dass man eben die Figuren nicht alltägliche Dinge tun lässt und dass eben nicht alles nur an der Oberfläche schwimmt. Wie wäre es mal mit echten Konflikten im Alltag, einer richtigen Coming-of-Age-Story, bei der die Figuren mit sich selbst und ihrer Umgebung zu kämpfen haben und am Ende sich auch weiter entwickeln. Dieses Genre bietet sich doch super für Charakterentwicklung an und zwar in einem wirklich alltäglichen Rahmen ohne irgendwelche hirnspinstigen Superbösewichte, die einem das Leben auspusten wollen. Ich weiß, dass mein Konzept von Slice-of-Life nicht mehr ganz so kunterbunt fröhlich und unbeschwert ist und gerade für Entspannung bei dem Zuschauer sorgen kann. Dafür ist das Genre scheinbar dar, einfach die schönen Dinge im Leben zu genießen und den Kopf abzuschalten. Aber wie realistisch ist das wirklich? Jetzt werden einige von euch protestieren, dass Animes nicht unbedingt einen Bezug zu UNSERER Realität schaffen müssen und zu diesem Problem möchte ich aber später kommen. Ich will damit sagen, dass Slice-of-Life meiner Meinung nach nicht immer eine heile, idyllische Welt erschaffen muss, ich möchte auch mal etwas mehr Realität und ein paar Konflikte haben. Denn die meisten Vertreter dieses Genres ertrinken in Langweiligkeit und das muss doch nicht sein. Eine schöne Balance zwischen alles-ist-wunderschön und das-Leben-kann-auch-anstrengend-sein würde für mich ein Ideal darstellen.



Vom Genre Harem schaue ich nur selten Animes, einfach weil mich die stereotypen Figuren und die gleiche Leier nur nerven. Es gibt immer diesen Loser, der keine nennenswerten Eigenschaften besitzt und immer ein Haufen hübscher, wohl geformter Mädels, die ganz scharf auf ihn sind und mit ihm spielen. Ich würde behaupten, obwohl ich nicht viele Harem-Animes gesehen habe, dass diese meisten nach dem Schema verlaufen. Warum eigentlich? Ich glaube fast, dass dies die Träume der japanischen Otakus erfüllt. Nur lustig, dass die meisten Protagonisten wirklich farblos und zu nichts zu gebrauchen sind. Können sich Otakus also mit solchen Idioten identifizieren? Wahrscheinlich eher als wenn man einen Casanova als Helden einsetzen würde. Wie würde dann der Harem aussehen? Dann würde der Harem plötzlich zu einem Hentai mutieren.. Ich fände es so aber irgendwie spannender, weil sich der Protagonist dann mehr trauen würde und es nicht bei sexuellen Andeutungen bleiben würde. Es würde auch mal etwas passieren, wow! Überhaupt ist es doch bei Harems seltsam, dass es nie bis zum Äußersten kommt. Dabei provozieren es die Mädchen doch, dass man etwas Unverschämtes mit ihnen anstellt. Und da wären wir auch bei dem Klischee, dass Frauen und Mädchen in Animes gerne als Sexobjekte dargestellt werden, die den entsprechenden geforderten Fanservice bringen.



Kommen nun zu einem anderen Genre, nämlich Shounen, das ebenso ein wenig mehr Abwechslung gebrauchen könnte. Ich habe früher immer sehr gerne Shounen geschaut, aber momentan ist das immer seltener der Fall. Das Problem, was ich mit Shounen habe, ist, dass auch diese irgendwie irgendwo nach dem gleichen Prinzip ablaufen. Es gibt einen Helden, der schart andere Charaktere um sich, hat ein bestimmtes Ziel (will z.B. der größte Held auf Erden werden) und begegnet auf seinem Weg und seiner Reise unzähligen Gegnern, mit denen er sich duelliert, bis am Ende der Oberbösewicht da steht. Zwischendurch gibt es noch unzählige Filler und kleinere Abenteuer und manchmal zieht sich das bei Endlos-Animes wie Naruto, One Piece und Bleach so in die Länge, dass man das Ziel vor Augen verliert und auch die Qualität des Animes darunter leidet. Außerdem kommen und gehen so viele Charaktere, dass ich erst recht verwirrt bin und so schnell keine Verbindung zu ihnen aufbauen kann. Ich schaue aus dem Grunde einfach keine Animes mehr, weil es für mich zu viele Folgen sind und ich am Ende einfach nicht mehr den Überblick habe. Zumal sich bei den Shounen immer sinnlose Comedy mit ernsthaften, aber unglaublich unrealistischen Kämpfen paart, dass ich einfach nichts daraus mitnehmen kann. Momentan schaue ich ein wenig Soul Eater, das macht durchaus Spaß, aber irgendwie kann ich dem Genre einfach nichts mehr abgewinnen.

Nach so viel Gemecker, sollte ich doch mal ein paar Vorschläge bringen, womit man Shounen geschmackvoller machen kann. Was würde mir also spontan einfallen? Erstmal sollten die Shounen nicht endlos lang gehen und auch nicht zu viele Filler, die den Handlungsstrang unterbrechen, aufweisen. Ein übersichtlicher Charaktercast wäre mir außerdem auch lieber, als zu viele Figuren mit zu wenig Tiefe. Es wäre auch schön, wenn jede Figur ihre eigene Hintergrundgeschichte bekäme. Die Kämpfe sollten abwechslungsreich gestaltet sein, es sollte Höhen und Tiefe geben, aber so wie es bei Dragon Ball der Fall ist, sollten die Kämpfe niemals zu lange gehen. Mehr fällt mir im Moment nicht ein, euch vielleicht?




Und nun kommen wir zu meinem Lieblingsgenre im Mangabereich, nämlich Shojo. In meinem Beitrag Typisch Shojo-Mangas
habe ich bereits über diverse Klischees gesprochen und deswegen werde ich darüber jetzt nicht viele Worte fallen lassen. Neben den immer gleichen Klischees nervt mich an Shojo-Mangas (ggf. Shojo-Animes, die aber recht selten sind), dass die Figuren manchmal ewig brauchen bis sie zueinander finden. Und wenn das mal der Fall ist, endet der Manga oder Anime. Und immer wieder die gleichen Missverständnisse, die zu einem ewigen Hin-und-Her führen, das nervt einfach. Man kann solche Konflikte auch einfacher und schneller klären. Aber wir sprechen ja hier nicht von der Realität nicht wahr? Was mich darüber hinaus ziemlich nervt ist, dass die Liebe einfach zu sehr idealisiert wird und dass sexuelle Dinge in der Beziehung, falls eine thematisiert wird, einfach in den Hintergrund gedrängt werden. Okay das Genre spricht zunächst natürlich jüngeres Publikum an und wenn man mehr sexuelle Sachen sehen will, greift man zu den Genres Josei oder Smut. Aber ich meine einfach damit, dass die Figuren sich in dem Genre immer total jungfräulich und keusch geben und schon allein bei wenig Körperkontakt erröten. Ich finde das mittlerweile alles andere als romantisch, sondern einfach nur kitschig bis zum geht nicht mehr, besonders wenn dass in jedem Anime oder Manga der Fall ist. Lange Rede, kurzer Sinn, ich wünsche mir in dem Genre einfach eine Weiterentwicklung, nämlich, dass das Miteinander der Figuren einfach natürlicher wird, dass auch ein realistischerer Einblick in eine Beziehung gegeben wird. Aber womöglich kommen hier meine westliche Sichtweise auf Partnerschaft mit der japanischen Sichtweise, wie Liebe sich äußert, in Konflikt. Zu dem Thema würde ich im übrigen auch gerne mal etwas schreiben.

Ich will also jetzt mit meinen Kritikpunkten an bestimmten Genres nur verdeutlichen, dass hier fast immer nach dem gleichen Schema eine Handlung entfaltet wird, teilweise mit mehr Variation und dann wieder mit wenig Abwechslung. Es wäre einfach schöner, wenn die Macher sich trauen würden, das Genre neu zu erfinden und mal etwas total Verrücktes wagen würden. Einfach mal beispielsweise eine andere Liebesgeschichte erzählen, in denen der Held und die Heldin von Anfang zusammen sind und man Einblick in ihr Beziehungsleben bekommt mit Höhen und Tiefen. Ich finde solche Geschichten sind im Shojo-Bereich echt selten zu finden. Der Plot mag zwar nicht originell sein, aber ist doch mal was anderes oder?
Oder wie wäre es mal mit experimentellen Erzählweisen wie in Baccano? Die Episoden verlaufen nicht chronologisch, sondern durcheinander, sodass man die Geschichte selbst wie ein Puzzle zusammen basteln muss. Oder wie wäre es mit mehr Plottwists, die einem das Gehirn umdrehen? Oder anspruchsvollere Animes, die mehrere Ebenen besitzen und den Zuschauer zum Nachdenken anregen? Ich wünschte, es gäbe mehr Exemplare, die all das beinhalten.
Was meint ihr? Kennt ihr Geschichten, die so richtig abgefahren und originell sind?



Kommen wir nun zu einer Schwäche von Animes und Mangas, die vielen bekannt sein dürfte: Genau die Rede ist von Klischees. Ich habe eigentlich bereits mit meinen bisherigen Ausführungen auch dieses Thema schon ein paar Mal angeschnitten, aber nun möchte ich mich hinsichtlich dessen genauer äußern. Ob es nun Klischees von Charakteren, Geschichten, Settings, Genres betrifft, man findet sie in fast jedem Anime und Manga. Ich muss wahrscheinlich gar nicht weiter ausführen, an welche Klischees ich denke. Hier mal eine Liste von Klischees in Animes, die ich beim Rumstöbern entdeckt habe: Grosse Liste der Animeklischees(Lachen garantiert!)
Denn es gibt wirklich verdammt viele in Animes und man kann sich diese eigentlich wirklich nicht mehr weg denken. Aber sind Klischees denn grundlegend schlecht? Nicht immer, finde ich. Was wären Animes ohne Klischees? Irgendwie gehören sie dazu, aber wäre es nicht mal erfrischend einen Anime zu haben, der auf so was verzichten kann? Oder wird damit dem Anime alles entzogen, was ihn als Anime ausmacht? Denkt drüber nach.


Und zu guter Letzt möchte ich mich dem Thema Realitätsanspruch in Animes widmen. Während sich andere Medien wie Bücher und Filme ganz eindeutig an der Realität orientieren, muss ich gestehen, dass es bei Animes nicht immer der Fall sein muss. Ein sehr gutes Beispiel sind wohl die überaus abgefreakten Kämpfe in den Shounen, die einem zeigen, dass diese Welt einfach nicht unserer Welt entsprechen kann. Oder noch besser verdeutlichen es die Sport-Animes wie Inazuma Eleven oder die Kickers, bei denen ganz normale Sportarten ausgeübt werden, die aber doch sehr an Shounen-Kämpfe erinnern. Als Kind habe ich mir die wirklich Gedanken darüber gemacht, ich fand die Kämpfe fasziniert. Aber wenn ich heute darüber nachdenke, fällt mir auf, wie unrealistisch diese doch wirken. Nun zweifle ich also sehr stark daran, dass Anime wirklichen Realitätsanspruch besitzen. Natürlich kann man das nicht verallgemeinern. Bei eher realistischeren Animes, mit realitätsnahen Figuren, könnte man eher sagen, dass diese realistisch wirken wollen. Aber beim Rest wohl eher nicht. Nun höre ich jetzt schon einige Buh-Rufer unter euch, die sagen: „Aber wir schauen Animes doch nicht, weil sie realitätsnah sind, sondern gerade deswegen, weil sie uns in eine andere Welt entführen sollen, die uns möglichst nicht an die graue Wirklichkeit erinnern!“ Dem mögen viele zustimmen und auch ich empfinde Animes und Mangas als eine kleine, positiv gemeinte Realitätsflucht. Jedoch fände ich es hin und wieder nicht schlecht, wenn Animangas einen Tick realistischer wären. Ich denke sofort an Shojo-Mangas, da würde es mir am besten gefallen. Und auch hinsichtlich der Figuren, die manchmal einfach nur unglaubwürdig sind, in ihren Verhaltensweisen usw. Natürlich werden sie niemals zu echten Menschen werden, das muss auch nicht unbedingt sein. Aber sie können ruhig etwas menschlicher agieren und weniger wie irgendwelche Marionetten, die nur bestimmte Eigenschaften verkörpern. Was haltet ihr von der Thematik? Wünscht ihr euch auch etwas mehr Realitätssinn in Animangas oder seid ihr absolut dagegen und wollt, dass alles so bleibt wie es ist. 

Last but not least würde ich euch gerne fragen, was ihr von den angesprochenen Kritikpunkten meinerseits haltet. Ich gebe zu, dass man diese subjektiv und auch kritisch betrachten kann und deswegen würde ich gerne wissen, wie eure Meinung ist. Seid ihr mit Animes und Mangas zufrieden? Oder gibt es etwas, wir ebenso zu bemängeln habt? Gibt es eventuell sogar andere Dinge, die euch nerven? Ich bin gespannt wie eure Meinungen ausfallen werden. 

Kommentare:

  1. Super Beitrag, die aufgezählten Dinge sind genau der Auslöser warum ich kaum noch Animes gucke, was ja eigentlich ziemlich schade ist v__v
    Aber bei mir dreht sich schon der Magen um wenn am Anfang mal wieder unzählige Moe, Dere und was weiß ich noch stereotypische Mädchen rumlaufen -.-

    Wie gesagt, gefällt mir sehr gut was du da aufgezählt hast ^^

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    1. Gut zu wissen, dass jemand die gleichen Schwächen an Animes sieht wie ich. ^^
      Ja es wird endlich mal Zeit für mehr Innovation im Bereich Anime und Manga! Hin und wieder findet man solche originellen Animangas, jedoch eben nicht in Massen. Mittlerweile bin ich aber auch wählerischer geworden und suche gezielt nach solchen Animes.
      Vielen dank nochmal für das Lob. :)

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  2. Bissl Arg lange geworden der Beitrag, ich selber hätte den nie so on gestellt sondern zweigeteilt, wozu soviele interessante Aussagen auf einen berg häufen? ^^ Dennoch natürlich sehr interessante Punkte die su ansprichst, zum beispiel Shojo-Animes, in den Werken Kare Kano und Genshiken werden die Beziehungen überraschend realistisch gehalten finde ich. ^^ Slice of Life sollte auch mal BEHINDERTE Menschen haben. Wie wäre es wenn das Schulmädchen keine Arme hätte? So ein halbegs realiatischen Ansatz um behinderungen (aber auch gerne mit Comedy) fände ich mal sehr interessant, mir fällt kein echter Behinderten-Anime ein

    Sonen sollten immer enden wenn alles erzählt ist ja, das ist ein großer Pluspunkt des Animes Soul Eater und des Manga Psyren, sowas wie Naruto und Bleach haben da echt versgat leider. Netter Beitrag, nur nächstesmal bitte lieber Aufteilen ^^

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    1. Danke für die konstruktive Kritik lieber Kame :)
      Aber du weißt ja wie meine Beiträge immer sind und dass ich diese gerne mal etwas länger halte. ;) Warum ich meine Beiträge nicht zwei teile? Weil ich es lieber kompakter haben möchte, glaube ich.
      Aber trotzdem danke für die Anmerkung.
      Deine Anmerkung, auch mal behinderte Menschen in Slice of Life zu haben, ist eine gute Idee und würde sicherlich mal etwas frischen Wind in das Genre bringen. Jedoch denke ich würde das wohl die Ästhetik in Animes widersprechen und wahrscheinlich würden das auch nicht die meisten sehen wollen, leider ^^...Ich kenne jedoch auch keine Animes mit Behinderten...jedoch ein paar Animes mit Figuren, die alles andere als normal im Kopf sind. ^^´

      So sehe ich das auch. Man sollte etwas nicht in die Länge ziehen, nur um Profit darauf zu schlagen, was ja natürlich der Ziel der Macher ist. Aber irgendwann ist alles nur noch ausgeluscht und dann will das doch auch keiner mehr sehen.

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  3. So ein langer Text. v.v
    Nicht falsch verstehen, ich liebe es so viel von dir zu lesen, weil ich in den meisten Fällen mit dir mitgehe, aber man muss dann immer hochscrollen, um auf alles einzugehen und ich bin doch so faul. D:

    Okay, ich versuche mich dennoch mal. xD

    Jugendliche als Protagonisten: Ich habe das zwar auch bemerkt, fande es aber nie wirklich schlimm. Bei Full Metal Panic ist ja sogar eine 16- Jährige der Captain einer Marineflotte, glaube ich. xD Ich würde aber auch ein paar mehr Animangas lesen wollen, in denen die Protagonisten etwas älter sind. Ich habe aber das Gefühl, dass es schon mehr geworden ist und es wird sicher mit der Zeit auch noch mehr kommen. :>
    Mit diesen Thriller, Horror Themen muss ich sagen, dass ich sie mit älteren Charakteren auch ernster nehmen könnte. Das kommt aber auch auf den Animanga an, denn in der Schulzeit werden ja auch oft Geistergeschichten erzählt und wenn mal einer in der Schule gestorben ist, lässt sich da auch schon etwas draus machen und schwupps sind die Protagonisten wieder jugendlich.

    Ja, mehr Tiefe in den Charakteren ist schon wünschenswert. Da kommt es für mich aber auch auf die Inszenierung an. Ich kann z.B. dem Vegeta von DBZ, der seinen Heimatplaneten verlor nicht so viel abgewinnen wie dem Lysopp aus One Piece, der die ganze Zeit ausgegrenzt wurde. (Ich weiß nicht mal, ob es wegen seinen Lügen war oder nicht, ich bin da nicht so ganz drin. xD)

    Generell finde ich, dass One Piece da schon ziemlich viel getan hat, also in Richtung Charaktertiefe. So viel Charaktere zu erschaffen, die dann alle in einem Bezug stehen und nicht so gekünstelt rüberkommen, sehe ich nicht so oft. Wobei ich sagen muss, dass ich dem Shounen Genre und damit auch One Piece nicht besonders viel abgewinnen kann.

    Dass man auch komplexere Charaktere auch zu Stereotypen reduzieren kann, finde ich gar nicht so schlimm. Sonst wären es ja keine Stereotypen. Man nimmt halt das, was man kennt und alles lässt sich halt auch runterrechnen. Daher finde ich Shoujo- Klischees auch nicht immer nervig, weil man zwar schon versucht Neues einzubringen, im Endeffekt ist man aber auch in der Realität oft in der Schule oder in einer Cafeteria. Und Silvester und Weihnachten gibt's ja auch und da Weihnachten (für mich zumindest) eine Herzenszeit ist, kann man im Shoujobereich auch viel anrichten.

    Grade diese Abstrusität finde ich in Animangas sehr spannend. Du kannst halt einfach mal einen kleinen Jungen gegen einen Riesenroboter antreten lassen und er gewinnt. Da kann der Protagonist durch die Zeit und auch durch das Universum reisen. Ich finde diese Möglichkeiten ziemlich spannend. Mit Büchern konnte ich noch nie und da finde ich Animangas eine schöne Alternative für mich.

    Wer kenn sie nicht, die Genres und ihre eingestampften Stories? :D
    Da finde ich die Ghibli Filme ziemlich gut als Beispiel, weil sie in dem Genre zwar bleiben, es aber einem vorkommt als würden sie Neues schaffen. Die Wolfskinder, ist zwar auch Romance, aber der wesentliche Punkt liegt im Älterwerden der Kinder und das habe ich nicht oft gesehen. Oder andere Romance- Stories von Ghibli, bei denen die Liebe nicht sonderlich im Vordergrund steht. Bei meinem Lieblingsanime von denen, Stimme des Herzens, geht es vor allem auch um die Zukunft und die Entwicklung der Charaktere. Das finde ich immer sehr gelungen und mehr davon könnte mMn nicht schaden. :>

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    1. Ja das kriege ich öfter mal zu hören, dass meine Texte lang sind. Ist generell ein Problem bei mir, dass ich viel zu viel schreibe, auch bei Hausarbeiten in der Uni.^^

      Was du zu One Piece in Verbindung mit Charaktertiefe sagst ist interessant und ich kann dem nur zustimmen. Generell ist mir ja aufgefallen, dass irgendwie jede halbwegs wichtige Figur in One Piece ihre eigene Geschichte hat und dadurch auch plastischer und realer wirkt. So etwas sollte man sich auch zukünftig als Vorbild für weitere Anime behalten.

      Es stimmt, was du zu Stereotypen sagst, aber es wäre eben einfach mal interessant wenn man Figuren erschaffen würde, die nicht vorhersehbar sind und die man tausend mal woanders gesehen hat. Einfach Figuren, die auch mal etwas widersprüchlich sind, ohne dass sie "out of character" sind, die einfach einige Überraschungen bereit halten und die man eher schlecht einschätzen kann. So etwas würde ich echt gerne öfter mal sehen.

      Ich sage auch nicht, dass die Absurdität und Verrücktheit in Anime schlecht ist, nur manchmal wünscht man sich bei all den verrückten Werken auch mal etwas, was sich eher an der Realität hält. Klar ist das ein großer Plustpunkt für Anime, weil da so groteske und wahnsinnige Sachen vorkommen können wie in keinem anderen Medium. In Anime gelten halt andere Gesetzmäßigkeiten und dafür liebe ich es!

      Da sprichst du einen guten Punkt an mit den Ghibli Filmen. Das Schöne ist, dass diese Filme ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln, weil sie so fantastische Geschichten erzählen, die aber einen wahren Kern und immer eine Botschaft haben. Zumal die Filme eben, wenn man drüber nachdenkt, eben auch Gesellschaftskritik ausüben, was andere Anime eher weniger machen. Ghibli-Filme können sowohl unterhalten als auch belehren. Und das ist das Schöne an den Filmen: Sie konzentrieren sich nicht nur auf den Aspekt wie Liebe, sondern versuchen viel mehr zu umfassen. Solche Filme/Anime mag ich, wenn sie vom Leben, von Entwicklung, Selbstfindung und größeren Themen handeln und mehrere Sachen auf einmal aufgreifen.

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    2. Hallo! O:

      Ich würde auch gern Charaktere sehen, die z.B. nicht immer eine Art von Charaktereigenschaft haben, damit sie eben so stereotypisch sind. Z.B. einer, der zwar immer Spaß macht, in ernsten Lagen aber auch ernst sein kann und mit dem man sich ordentlich unterhalten kann usw. o:

      Ja, Ghibli- Filme sind klasse. xD
      Die waren auch der Anstoß, dass ich mich mit Animationen an sich beschäftigt habe. Früher war es viel schwerer herauszufinden, wie man so etwas macht, wenn man gar keine Grundlage hat. xD Im Moment kann man das eig. ziemlich leicht herausfinden.
      Vll. liegt es auch nur daran, dass ich älter geworden bin. xD

      MfG

      die Lachsente :>

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    3. Oh das klingt interessant. Inwiefern beschäftigst du dich mit Animationen? Ich habe leider selbst nicht wirklich viel Ahnung, wie die zustande kommen, dementsprechend fällt es mir schwer, die auch zu beurteilen. Und darf ich fragen, was du beruflich machst? :)

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    4. Hallo!

      Nun ja ..xD
      Ich habe vom professionellen Animieren nicht wirklich die große Ahnung. Mein Ziel war es damals nur herauszufinden, wie man auch als Privatperson animieren kann.
      Das hat auch einige Zeit gedauert bis ich erfahren habe, dass das auch mit Programmen wie Adobe Flash, Toon Boom und Photoshop funktioniert. Der "Kakashi vs Sasuke" Kampf im Internet auf YT ist auch mit Photoshop erstellt worden und das sieht ziemlich gut aus. o: Kannste ja mal anschauen. xD
      Ich mache beruflich gar nichts in Richtung Animation oder so. xD Derzeit mache ich auch eine Pause, um mich erst einmal zu erholen. :>

      Oh, btw. gibt Shirobako einen guten Einblick wie das professionell verläuft.
      Ich weiß noch die Zeit als ich so ein japanisches Interview von Naruto schauen musste, um es so halbwegs zu verstehen wie das da abläuft. xD

      MfG

      die Lachsente :>

      Oh, und falls du Interesse und Skype hast: lachsente92
      Da kann man auch ein paar Textdokumente schicken. xD
      Vll. auch der 1. Entwurf von mir ..wenn ich drüber geschaut habe und der nicht zu peinlich ist. xD

      MfG


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    5. Hast du denn eventuell schon mal etwas Eigenes animiert oder dir einfach nur Wissen angeignet? :)
      Ich verstehe. Ich hoffe, dass du dich während deiner Pause gut erholen kannst. ;)

      Shirobaki wirkt auf mich zwar einerseits schon irgendwie realitätsnaher als andere Werke, jedoch wirkt auch einiges übertrieben. Aber ich denke mal, dass man im Groben schon einen guten Einblick in das Geschäft bekommt.

      Vielen dank. :) Ja ich müsste dann auch irgendwann mal in Skype on kommen, was irgendwie nicht sehr oft der Fall ist, aber danke! Ich heiße dort Laniify, wenn ich nicht gerade meinen Benutzernamen geändert habe. Ansonsten schicke ich dir einfach eine Freundschaftseinladung, das geht ja auch. Würde mich freuen, wenn wir uns dann austauschen könnten.^^

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    6. Hallo! o:

      Na ja, animiert. Hm... also zumindest noch nichts wirklich Großes. xD
      Ich habe aber vor, wenn ich gut genug zeichnen kann, auch mal etwas zu animieren. o:
      Ob das noch in diesem Leben passiert, weiß ich nicht. xD

      Also deinen Skypenamen konnte ich nicht finden, daher adde mich einfach mal. o:

      MfG

      die Lachsente :>

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    7. Das ist schade, aber vielleicht ergibt sich ja in Zukunft etwas bei dir. ;)

      Okay, dann werde ich dich mal adden. :)

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  4. Ich darf nicht so viel schreiben... <.<

    Hier kommt der 2. Teil. xD



    Bei Shounen Animes wäre die Länge sicherlich nicht schlecht. Eine Überschaubare Liste an Episoden. Auch ein bisschen mehr Inhalt pro Episode vermisse ich viel zu oft. ( Mal im drastischen Sinne DBZ gesehen) Filler sind leider immer noch üblich und am liebsten würde ich sie überspringen. Das ist aber nicht nur bei Shounen der Fall. Detektiv Conan z.B. hat auch ziemlich viele Filler- Folgen. Sie sind zwar nicht so langweilig wie in den Shounen Animes, aber langsam möchte man bzw. ich auch mal ein Ende. xD

    Von Harem brauche ich gar nicht anfangen, glaube ich. Das mochte ich noch nie. Ein erster Schritt könnte ja sein, dass man den Typen mal eine Charaktereigenschaft gibt. xD
    Ein Grund, warum sich so viele Mädchen in ihn verlieben. Dann wäre das ganze nicht so absurd. Wobei 5/6/7 Weiber auf einem Typen ..na ja, immer noch ein bisschen viel ist. xD


    Diese Missverständnisse in Shoujo Animangas nerven mich extrem. Man kann doch mal nachfragen, ob das stimmt und das dann klären. -_-
    Andererseits ist die Frage, ob man mit 14 evtl. doch so gedacht hat und es nicht gleich klären wollte/konnte. Kommt wohl auf die Person an. xD
    Ja ja, das Thema mit der Liebe und Sex in Beziehungen. ;)
    Da sieht man halt, dass die Animes aus Japan kommen. Ich habe ziemlich selten Animes gesehen, in denen sie mal mehr gemacht haben als sich zu küssen. Vll. liegt es daran, dass in Japan Liebe etwas ziemlich Privates ist, ich weiß es nicht. xD

    Ich würde auch mal ein Anime sehen, der quasi da anfängt wo andere aufhören.
    Auch da gab es ein Ghibli Anime, bei dem eine ältere Frau zurückdenkt an ihre Jugend, Liebe, Schule, Elternhaus usw. Den habe ich zwar bisher noch nicht gesehen, werde ich aber auf jeden Fall noch machen. Da merkt man bzw. ich, dass Ghibli einfach nicht solche Standard- Geschichten bringt und dennoch erfolgreich ist... Wenn man darüber hinwegsieht, dass sie jetzt schließen mussten. *hust
    Da kann ich eigentlich nicht verstehen, wie solche langweiligen Stereotypen -Animes immer mehr an Zuwachs bekommen, wenn man sieht, dass so etwas auch durchaus Potenzial hat. v.v
    Ja, sorry, ich muss ein bisschen von Ghibli schwärmen. xD Ich bin einfach irre beeindruckt von denen. Nicht nur, was Storytelling angeht. Die Animationskunst dahinter ist einfach richtig krass. Ich zolle denen echt tiefen Respekt und da ich ja sowieso diese Animationsprozesse liebe und dann die Endprodukte von Ghibli anschaue. Na ja, das ist schon meine heimliche Liebe. xD

    Ein Anime ohne (zumindest ein Großteil) Klischees wär echt mal interessant zu sehen. Ich bin aber davon überzeugt, dass der richtig gut werden kann. :>

    So, noch mal zum Realitätsbezug: Ich finde beides nicht schlecht. Dass es Animangas gibt, die so abwegig sind, dass sie nicht wahr sein könnten und die, die wirklich real so ablaufen könnten. Manchmal sind aber auch reale Geschichten ziemlich freaky und man glaubt das kaum. Und ich finde es auch nicht schlimm, mithilfe von Animangas seine Kreativität so in Lauf zu lassen, dass man halt Kindern, die Fußball spielen, Spezialfähigkeiten gibt o.ä. xD
    Viele der Magie- Storys sind ja auch nicht schlecht, finde ich. :>
    Obwohl ich selber nie wirklich von Magie in Geschichten überzeugt war und bin. xD
    Deswegen finde ich es auch gut, dass es so eine Bandbreite an Geschichten gibt, die vieles abdeckt.

    So, das war mein etwas längerer Text hierzu. xD

    MfG

    die Lachsente :>

    PS: Ich habe keine Lust, das noch einmal zu lesen, um Fehler zu berichten, also könnt ihr die Rechtschreibfehler behalten. v.v


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    1. Wow du bist ja wie ich ein Vielschreiber. :D

      Harem/Ecchi-Anime sind was für sich und du hast recht, es wäre nicht schlecht, wenn der Protagonist überhaupt mal paar Charaktereigenschaften hätte, dann wäre alles interessanter und auch glaubhafter.

      Aber stell dir mal Shoujos ohne Missverständnisse vor? Wo bleibt dann das Konfliktpotenzial? Da gäbe es bestimmt Alternativen wie beispielsweise, dass sich beide Partner auseinanderleben, grundverschiedene Ansichten haben, andere Lebenswege gehen wollen, sich in jemand anderen verlieben, den Partner betrügen oder sonstige private Probleme haben. Aber egal welchen Konflikt man wählt, zuerst ist alles ein Missverständnis oder man streitet sich aufgrund Kommunikationsprobleme, was in keinem Shoujo fehlen darf. Aber einfach nur ein Missverständnis zu haben, damit beide Figuren in Konflikt geraten ist so flach und ausgeluscht, dass man es nicht mehr sehen kann. Wenn das Mädchen den Jungen dabei sieht wie er sich heimlich mit einem anderen Mädchen trifft. Es liegt wahrscheinlich in der Natur der Japaner, dass sie sich nicht gegenseitig mit der Wahrheit konfrontieren bzw. alles für sich behalten und nicht darüber diskutieren. In europäischen Ländern sieht das anders aus, da sagt man sich auch mal die Meinung usw.
      Gut, dass du erwähnt, dass Liebe in Japan etwas ist, was man im Heimlichen pflegt. Darüber habe ich nie wirklich nachgedacht und dass sich das eventuell auch auf Animanga auswirkt. Wer sagt denn nicht, dass ein Pärchen sich im Manga nie berührt, aber es vielleich doch tut, wenn der Leser nicht hinschaut. Das wäre mal eine interessante Theorie und mal nach Hinweisen zu schauen, dass es so sein könnte, wäre reizvoll. :D

      Und wieder haben wir das Thema Ghibli. ;)
      Genau das meine ich! Anime, die vielleicht Generationskonflikte oder ganze Lebensgeschichten behandeln, so etwas sieht man selten und wenn dann nur in Animefilmen. Oder Anime, in denen man sieht, dass die Figuren richtig reifen sich über die Jahrzehnte verändern, wenn ich da an "Millenium Actress" denke, werde ich ganz wehmütig.
      Ist es denn mit dem Studio Ghibli wirklich vorbei? Ich dachte, dass sie die Filmproduktion einstellen, aber trotzdem noch im Animesektor aktiv sind, oder habe ich was verpasst? o.o

      Andere Kultur, andere Traditionen, denke ich mal. Vielleicht sind solche Stereotypen bei den japanischen Otaku beliebt. Sie wollen keine komplizierten, undurchschaubare und glaubwürdigen Figuren, weswegen die Animemacher immer auf solche Stereotypen zurück greifen. Die Nachfrage bestimmt eben das Angebot.

      Man merkt, dass du ein wahrer Ghibli-Fan bist, aber ich kann dir nur zu stimmen und vergöttere das Filmstudio sehr. :3 Ich habe auch recht viele Filme gesehen und könnte sie mir immer und immer wieder anschauen.

      Ich würe auch bei Anime beides unterstützen, sowohl die, die total absurd sind als auch die, die sich an der Realität orientieren. Beides ist gut und sollte seine Berechtigung haben. Wir sind uns aber einig, dass man mit Animanga einfach wirklich kreative und verrückte Geschichten erschaffen kann. :)

      Danke für deinen sehr langen und unterhaltsamen Text. :)

      PS: Ich lese mein Zeug meist auch nicht noch mal, das dauert mir zu lange und Fehler machen einen nur menschlicher und sympathischer, denke ich mir. :D

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  5. Hallo! :>

    Und erneut ein 2. Mal... x_x

    Das mit den Missverständnissen meinte ich auch eher im Bezug auf die, die da sind, um irgend etwas "Spannendes" in der Geschichte passieren zu lassen. Ich habe das Gefühl, dass es viele Geschichten gibt, die dann einfach noch mal ein Missverständnis reinquetschen, damit die Story unterhaltsamer und länger wird. Oder evtl. um die 2 sich liebenden zu "testen". xD

    Zum Thema Sachen für sich behalten: Da kommt es wohl auf die Person an. ;x Ich agiere auch meist wie manche Charaktere und behalte bestimmte Sachen dann für mich usw. D:

    Bei Ghibli weiß ich gar nicht viel davon. Ich hatte nur gehört, sie sollen dicht gemacht haben. Ob nun komplett oder nur ein Teil weiß ich nicht. D:
    Auf jeden Fall haben sie einen super Job gemacht. Meine Mutter, die nicht wirklich viel mit Animes zu tun hat, schaut fast täglich Arietty, das wandelnde Schloss, Totoro oder jetzt auch die Wolkfskinder, seit dem wir sie haben. xD

    Hm ja, das würde zumindest erklären, warum man so viele Charaktere so eindeutig zuordnen kann. o:
    Aber es gibt zum Glück noch ein paar Mangaka, die Neues schaffen wollen.
    Und ich finde es gut, wenn auch andere Geschichten, die nicht so viel Publikum abdeckt, erfolgreich werden. :>

    Danke, dass du meinen Text für unterhaltsam erachtest. o:

    MfG

    die Lachsente :>

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    1. Dann sind wir ja einer Meinung. Nur Missverständnisse zu verwenden, weil man Spannung braucht, ist nicht das Wahre. Da sollten sich mal die Macher kreative Konfliktsituationen überlegen.

      Es gibt eben solche und solche Menschen. Ich denke, dass Japaner mehr Wert auf Intimsphäre legen und deswegen vieles auch lieber für sich behalten. Daher kommen also auch die Kommunikationsprobleme bei Animanga. :o

      Da müsste man eventuell noch mal recherchieren. Es wäre wirklich sehr schade, wenn sie gar nicht mehr aktiv werden würden... Das Studio Ghibli hat einfach Anime fundamental geprägt und so schöne Werke geschaffen, wie kein anderes Filmstudio.
      Schön zu hören, dass deine Mutter sich solche Filme ansieht und dann sogar fast täglich. Das hat man nicht oft und bei meiner Mutter könnte ich mir das nicht vorstellen. xD

      Genau, ich möchte natürlich nicht alle über einen Kamm scheren, es gibt auch gute Beispiele, wo Figuren komplex und abwechslungsreich sind. Leider ist es eben so, dass die Masse eben eher leichten Stoff haben wollen, also die Stereotypen, deswegen haben es Werke, die sich selten Klischees und Stereotypen bedienen, schwer sich zu etablieren.

      Du musst dich doch nicht bedanknn, ich finde es echt toll, dass du so engagiert kommentierst, das freut mich sehr. ^^

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    2. Ich vergesse immer auf "Antworten" zu gehen. -_-

      Noch mal zu meinem anderen Post: Die Geschichte ist nicht weg, sie ist sicher gespeichert. Nur auf einen PC, der eine halbe Stunde zum Hochfahren braucht. xD

      Ja, das ist Japan verbreiteter, habe ich das Gefühl. Ich kann mich aber auch oft gut in so eine Lage reinversetzen. o:
      Ich habe gehört, dass sie im Moment eine neue Animation planen, aber ob das stimmt.. kA xD
      Shame on me. D: Bissl Research wär da nicht schlecht. xD
      Wenn man nicht so faul wär. ..v.v

      Meine Mutter mag die Melodien, besonders von Arietty. Da stimme ich ihr vollkommen zu. Das ist echt beruhigend. o:
      Wenn man auf sowas steht. Mich macht das nicht selten ziemlich hibbelig, weil das so ruhig ist. xD

      Ich habe vor allem mit dem Slice of Life das Problem, dass die Witze dann auch irgendwann nicht mehr witzig sind, wenn man die ständige Kombination von Moe, Tsundere usw. hat. v.v

      Ich kommentier eigentlich recht selten irgendwas, aber deine Beiträge lese ich immer recht gerne. Ich mag deinen Schreibstil, das lässt sich gut durchlesen. Für mich zumindest. o:

      MfG

      Lachsente :>

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    3. Irgendwann wirst du das "Antworten" aus dem Schlaf können, wenn du so oft kommentierst. ;)

      Oh aber wenigstens lebt der PC noch, so hast du noch Zugriff auf die Geschichte. :D

      Ja ich sollte mich auch mal ans recherchieren machen, was mir nicht schwer fällt, da ich sehr gerne nach neuen Infos im Internet suche, ;)

      Aber wirkt die Musik denn nicht auf dich entspannend? :o Oder brauchst du eine eher peppige, dynamische Musik?

      Ja und Slice of Life ist bekannt dafür manchmal zu ruhig zu sein, sodass man nur einschlafen kann. Wenn man nur etwas mehr kreativere Ideen hätte. ;)

      Oh das freut mich aber sehr und ich fühle mich geehrt, dass du meine Artikel so magst und deswegen gern kommentierst. :3 Ich hoffe, dass ich auch zukünftig interessante Beiträge schreibe, die du gerne lesen wirst. :) Wow echt danke für das Kompliment! Dabei finde ich, dass mein Schreibstil manchmal sehr verbesserungswürdig ist..Ich liebe verschachtelte Sätze und komplizierte Ausdrücke etc. ^^ Aber freut mich, dass es dich nicht abschreckt.

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    4. Hallo! o:

      Wenn ich so oft kommentiere, siehst du nicht mal mehr alle meine Kommentare. xD
      Ja, die Geschichte ist auch schon auf meinem USB Stick und auf dem neuen Laptop. Aber Gosh, das ist so 1A alle Klischees bedient. xD

      Na ja, das kommt auf die Situation an. o: ...Manchmal mag ich auch ruhigere Musik, aber das ist ziemlich ziemlich selten. Ich habe immer so meine Phasen gehabt, mit 15 fing es mit dem Hardcore- Zeug an, dann ging es Richtung Metal/ Deathmetal, dann eher Richtung Viking/ Pagan Metal und Mittelalter- Rock und dann Rap, im Moment eher Anime- Openings und Endings, aber mein Herzblut und meine Leidenschaft liegt bei Dudelsack, Flöte und damit auch Pagan/Viking Metal ( Eluveitie, Equilibrium, Ensiferum) und Mittelalter- Rock (Saltatio Mortis, Schandmaul usw). O:

      Ich habe in letzter Zeit ziemlich schöne Slice of Life Animes gefunden. :>

      Da bin ich mir sogar relativ sicher, dass mich die nächsten Einträge auch interessieren werden. o:
      Ich finde deinen Schreibstil wie gesagt sehr angenehm. Kann aber auch daran liegen, dass wir uns oft einig sind.
      Es schreckt mich nicht ab. :p
      Ich lese im Internet sowieso so viele Texte mit Fehlern, da bin ich froh, wenn ich so etwas bekommen kann. xD
      In dem Sinne: Danke an deine Rechtschreibung und Grammatik! xD

      MfG

      die Lachsente o:

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    5. Ach klaro, das wird bei mir super angezeigt ;)
      Na da bin ich schon mal gespannt. :)

      Dann hat sich dein Musikgeschmack in den letzten Jahren schon deutlich verändert. :) Ich höre bervorzugt House, R´n´B, Pop, Rock sowie Metal, gelegentlich aber auch ruhiger musikalische Stücke und natürlich Anime-OPs-EDs. :)

      Welche Slice of Life Animes denn´:)

      Freut mich, dass du so zuversichtlich bist. xD
      Na da freue ich mich doch und hoffe du bleibst auch in Zukunft ein fleißiger Leser meines Blogs. ;)
      Hehe da stimme ich dir zu, wobei in meinen Texten auch mal Fehler drin sind...^^´ Ich versuche mich zu bessern, aber nachdem ich solche Monstertexte verfasse habe ich meist keine Lust, jeden einzelnen Fehler zu eliminieren. deswegen verzeihe mir, wenn du einen finden solltest x.x

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